Meerbusch: TV Osterath schrammt am Titel vorbei

Meerbusch : TV Osterath schrammt am Titel vorbei

Zum Abschluss der Winterhallenrunde in der Tennis-Niederrheinliga unterlag der TVO dem Gladbacher HTC mit 2:4

Die Spieler des TVO haben alles versucht, doch es hat nicht gereicht. Trotz einer guten Leistung im Endspiel um die Tennis-Niederrheinmeisterschaft musste Osterath dem Gladbacher HTC den Vortritt lassen. Mit 2:4 (2:2) unterlag das Team von Trainer Luis Elias dem Titelfavoriten und landete auf Platz zwei. "Wenn man so nah dran ist, ist man enttäuscht", sagte Elias.

Jedoch sei man mit dem Ziel Klassenverbleib in die Saison gestartet, deshalb sei er mit dem Abschneiden unter dem Strich sehr zufrieden. Am vergangenen Wochenende hatten die Osterather bei Schlusslicht Lintorf nur 3:3 gespielt - der Punktverlust rächte sich letztlich. "Dadurch standen wir gegen Gladbach unter Druck, ihnen hingegen reichte ein Remis zum Titel", erläuterte Elias.

In der ersten Einzel-Runde hielten seine Schützlinge vor knapp 100 Besuchern am Krähenacker dem Druck hervorragend Stand. Im Duell der beiden Niederländer bezwang Osteraths Sjors van der Velden seinem Landsmann Mark de Jong souverän mit 6:2 und 6:4. "Das war die beste Saison-Leistung von Sjors", sagte Osteraths Ex-Präsident Rolf van Kaldekerken. Da Simon Unger sowie Jan Niklas Kühling erkrankt und Pascal Müller (Meniskus) verletzt waren, kam an Position vier Dirk Groth trotz Ellbogenbeschwerden zum Einsatz. Der Routinier biss sich gegen Robert MacDonald durch, gab keinen Aufschlag ab und gewann 6:4 und 7:6.

Der TVO führte mit 2:0 und nahm Kurs Richtung Titelgewinn. Doch in der zweiten Einzel-Runde warteten dicke Brocken auf ihn. Pascal Wilkat lieferte sich zum Teil packende Ballwechsel mit Raphael Özelli. In den entscheidenden Situationen hatte der frühere Osterather allerdings die Nase vorne. Zwei späte Breaks in beiden Sätzen reichten ihm, um Wilkat mit 7:5, 6:4 zu besiegen. Das hochklassigste Match lieferten sich im Spitzen-Einzel Tim van Terheijden und der erst 16-jährige Daniel Altmaier. Beim Stand von 5:7 und 5:5 gab Osteraths Nummer eins seinen Aufschlag ab. Ihm gelang jedoch das sofortige Re-Break und auch den anschließenden Tie-Break entschied er klar mit 7:2 für sich. Im entscheidenden Champions-Tie-Break verlor van Terheijden jedoch komplett den Faden und gab ihn klar mit 3:10 ab. "Diesen Punkt hätten wir holen müssen, dann hätte es gereicht", ist Elias überzeugt.

Statt mit einer 3:1-Führung ging es mit einem 2:2 in die Doppel. Der TVO musste volles Risiko gehen, um beide Partien für sich zu entscheiden. Doch der Plan ging nicht auf. Van der Velden/Groth zogen mit 3:6 und 4:6 gegen de Jong/MacDonald den Kürzeren - der Titeltraum war endgültig zerplatzt. Die 3:6, 6:3, 7:10-Schlappe von van Terheijden/Wilkat gegen Altmaier/Özelli fiel auch nicht mehr ins Gewicht.

(RP)
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