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Krefeld: TuS zieht mit Mühe in nächste Runde ein

Krefeld : TuS zieht mit Mühe in nächste Runde ein

Im Niederrhein-Pokalspiel beim VfL Willich steigerten sich die Schwarz-Gelben nach der Pause und siegten am Ende 3:1

Vor 150 Zuschauern feierte der TuS Bösinghoven am Samstagnachmittag den Einzug in die dritte Runde des Niederrheinpokals. Der 3:1 (0:0)-Erfolg bei Bezirksligist VfL Willich war allerdings ein hartes Stück Arbeit und stellte auch Trainer Werner Wildhagen nicht ganz zufrieden: "Wir haben das Spiel vor allem in der ersten Hälfte zu einfach genommen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass wir den Gegner besser kontrollieren würden."

Schon nach vier Minuten wäre sein Team beinahe in Führung gegangen. Zunächst kam Andre Kobe aus 18 Metern frei zum Schuss, doch sein Versuch war zu ungenau und landete in den Armen des Torwarts. Im direkten Gegenzug versuchte es der Willicher Benny Wirth, sein Distanzschuss touchierte den Außenpfosten. Wer nun ein munteres Spiel erwartet hatte, sah sich getäuscht. Der Bezirksligist präsentierte sich enorm aggressiv und lauerte auf Konter. Bösinghoven dagegen spielte ideenlos und fand keine Lücke im dichten Abwehrverbund der Willicher. "Der erste Durchgang war einschläfernd. Wenn es dafür Kilometergeld gegeben hätte, hätten einige Spieler ein paar Euros mitbringen müssen", so Wildhagen.

Nach dem Seitenwechsel trat seine Elf deutlich wacher und präsenter auf, was sich in der 57. Minute erstmals auszahlte. Ein langer Ball erreichte Kevin Dauser, der von rechts in den Strafraum eindrang und mit viel Übersicht auf Christos Pappas ablegte. Der Mittelfeldspieler verwandelte trocken aus 14 Metern zum 1:0. Von nun an war der TuS spielbestimmend und legte in der 71. Minute nach: Eine gefühlvolle Flanke von Daniel Palac landete bei Innenverteidiger Robert Palikuca, der die Kugel in bester Stürmer-Manier aus der Luft pflückte und dem Willicher Torwart mit einem Schuss aus sieben Metern keine Chance ließ.

Die Partie schien gelaufen, doch Manuel Lemke sorgte unfreiwillig noch einmal für Spannung. Erst vertändelte er den Ball gegen einen gegnerischen Stürmer, anschließend holte er diesen im Strafraum von den Beinen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kadir Polat (77.) souverän zum Anschlusstreffer.

Nun wurde es noch einmal hektisch, da die Willicher alles nach vorne warfen. Durch Herrmanns kamen sie auch noch zu einer dicken Gelegenheit, die der gut aufgelegte TuS-Keeper Christoph Strauß aber vereitelte. Kurz darauf war Stefan Galster zur Stelle und sorgte für die Entscheidung. Nach einer Kombination über die rechte Seite fand der Ball seinen Weg zu dem 28-jährigen, der ihn aus zwölf Metern unter die Latte hämmerte. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft kann ich nicht zufrieden sein. Aber letztlich sind wir weitergekommen - nur das zählt", bilanzierte Wildhagen.

(RP)