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Meerbusch: TuS will den Spitzenreiter ärgern

Meerbusch : TuS will den Spitzenreiter ärgern

Morgen ist der Spitzenreiter SV Hönnepel-Niedermörmter auf dem Sportplatz am Windmühlenweg zu Gast. Der TuS Bösinghoven will in dieser Begegnung frei aufspielen und seine lange Durststrecke überwinden

Der tolle Saisonstart ist fast vergessen, bei Fußball-Oberligist TuS Bösinghoven ist nach nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Spielen und dem Absturz auf Rang zehn Ernüchterung eingekehrt. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge ist zwar noch komfortabel, dennoch wollen die Schwarz-Gelben ihren Sinkflug unbedingt stoppen. Das wird am morgigen Sonntag (Anstoß: 14.30 Uhr) allerdings keine leichte Aufgabe, denn mit dem SV Hönnepel-Niedermörmter gastiert der aktuelle Spitzenreiter auf dem Sportplatz am Windmühlenweg. "Vielleicht können wir den Favoriten ein wenig ärgern. Fakt ist, dass wir in diesem Spiel nichts zu verlieren haben", stellt Trainer Werner Wildhagen klar. Zuletzt zeigte seine Mannschaft phasenweise aufsteigende Tendenz. Beim 2:1-Sieg im jüngsten Heimspiel gegen Germania Ratingen überzeugte sie vollauf, beim Auswärtsspiel am vergangenen Wochenende in Kray (2:3) eine Stunde lang. Bis zur 2:0-Führung schien es, als habe der TuS seine kleine Krise endgültig überwunden, doch in der Schlussphase ließ er sich noch die Butter vom Brot nehmen. "65 Minuten lang war es ein guter Auftritt von uns. Wir müssen aber an unserer Beständigkeit arbeiten und die richtige Balance über die gesamte Dauer eines Spiels finden", betont Wildhagen. Gerade in Begegnungen mit den Teams aus der oberen Tabellenhälfte dürfe man sich keine Auszeiten erlauben. "Ich hoffe, die Jungs haben das begriffen und werden es am Sonntag besser machen", so Wildhagen. Allzu viele Fehler sollte sich seine Truppe morgen auch nicht erlauben, denn das würden die Gäste eiskalt ausnutzen. Mit zehn Siegen und erst einer Niederlage aus 15 Spielen führt der Dorfclub überraschend die Oberliga-Tabelle an. Der Ortsteil der kleinen Stadt Kalkar hat noch weniger Einwohner als Bösinghoven. Hönnepel (950) und Niedermörmter (1100) bringen es zusammen nur auf rund 2000. Doch dem sportlichen Erfolg tut das keinen Abbruch. "Für mich es ist es keine große Überraschung, dass Hönnepel so weit oben steht. Die Mannschaft ist eine gesunde Mischung aus jungen Spielern und etablierten Kräften, die schon höherklassig gespielt haben", weiß Wildhagen. Die Abwehr ist das Prunkstück der Gäste, die erst zwölf Gegentreffer hinnehmen mussten. Dennoch will sich Wildhagen mit seiner Mannschaft nicht nur hinten einigeln. "Das ist nicht unsere Art, Fußball zu spielen. Wir werden uns auch gegen Hö-Nie nicht verstecken und versuchen nach vorne zu spielen" stellt Wildhagen klar. "Wenn wir es schaffen, die die Zweikämpfe im Mittelfeld weit vor unserem Strafraum anzunehmen und die Räume eng zu machen, rechne ich mir durchaus Chancen aus, etwas zu holen."

Personell kann der TuS-Coach beinahe aus dem Vollen schöpfen. Lukas van den Bergh kehrt nach abgelaufener Sperre ins Team zurück. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Tobias Klemt (Adduktorenprobleme), Stefan Galster (Leistenbeschwerden) und Daniel Palac (Trainingsrückstand).

(RP)