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Meerbusch: TuS stoppt den freien Fall

Meerbusch : TuS stoppt den freien Fall

In der Fußball-Niederrheinliga hat sich der TuS Bösinghoven mit einem 2:1 (1:1)-Sieg gegen TuRu Düsseldorf nach zuletzt drei Niederlagen in Serie zurückgemeldet. Zweifacher Torschütze war Florian Witte.

niederrheinliga Mit diesem Sieg war nicht unbedingt zu rechnen. Während die Düsseldorfer zuvor viermal hintereinander gewonnen hatten, verließ der TuS zuletzt dreimal in Folge den Platz als Verlierer. Nun sind beide Serien beendet — sehr zur Freude von TuS-Trainer Wolfgang Jeschke: "Wir haben die richtige Antwort gegeben. Der Sieg war vollkommen verdient, weil wir das Spiel mit einer kleinen Ausnahme vor der Pause stets im Griff hatten."

Die Hausherren legten gut los und zeigten von Beginn an, dass sie die schwächeren Auftritte der vergangenen Wochen vergessen lassen machen wollten. Immer wieder kombinierten sie sich gefällig vor den Kasten der Düsseldorfer, doch im Abschluss fehlte zunächst die nötige Entschlossenheit. Weder Roberto Gambino noch Kevin Dauser kamen bei ihren guten Aktionen zum Abschluss. Das änderte sich jedoch in der 21. Minute, in der die Gastgeber verdient 1:0 in Führung gingen. Kevin Dauser legte den Ball unbedrängt für Florian Witte auf, und der nagelte die Kugel aus knapp zwölf Metern ins lange Eck.

In der Folge zogen sich die Bösinghovener ein wenig zurück — mit bösen Folgen. TuRu übernahm die Spielkontrolle und kam in der 37. Minute folgerichtig zum 1:1-Ausgleich. Nach einem Zuspiel von Stephan Bork knallte TuRu-Torjäger Miguel Lopez-Torres die Kugel unhaltbar für TuS-Torwart Marco Schmitz unter die Latte. "Das hat er wirklich genial gemacht", erkannte Jeschke staunend an.

Der Halbzeitpfiff ertönte für seine Mannschaft genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn nach der Pause knüpften die Schwarz-Gelben wieder an die gute Vorstellung der ersten halben Stunde an. Es dauerte nur elf Minuten, da lag der TuS erneut vorne. Daniel Palac brachte den Ball von der linken Seite nach innen auf Witte, der sofort abzog. TuRU-Keeper Agen wehrte das Leder zwar noch ab, Schiedsrichter Jannis Hedwig hatte den Ball schon hinter der Linie gesehen. Anders als im ersten Durchgang stand der TuS nun defensiv sehr kompakt und ließ kaum noch zwingende Chancen der Gäste zu. TuRa agierte zu oft mit langen Bällen, die nur selten für Gefahr sorgten.

Zudem schwächten sich die Gäste auch noch selbst. Daniel Rey Alonso wurde in der 69. Minute wegen einer Tätlichkeit vorzeitig unter die Dusche geschickt. In Überzahl hatte der TuS dann überhaupt keine Mühe mehr, die knappe Führung über die Zeit zu bringen.

(RP)