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Meerbusch: TuS punktet kurz vor Schluss

Meerbusch : TuS punktet kurz vor Schluss

Erst in der letzten Minute gelang dem TuS Bösinghoven beim SV Sonsbeck der 2:2-Ausgleich. In einer turbulenten zweiten Halbzeit hatte der Schiedsrichter allerhand zu tun und schickte gleich drei Spieler vom Platz.

Fussball-niederrheinliga Am Ende erbeutete der TuS Bösinghoven doch noch einen Zähler. In der 89. Minute gelang Florian Witte im Spiel beim SV Sonsbeck doch noch das 2:2. Über den Last-Minute-Punkt freute sich TuS-Trainer Wolfgang Jeschke aber nur bedingt: "Es war mehr drin. Aber immerhin haben wir noch den Ausgleich gemacht."

Durch das Unentschieden muss der TuS noch ein wenig auf die Aufstiegsfeier warten. Der momentane 13. Platz würde zwar für den Aufstieg in die neue Oberliga Niederrhein reichen. Der Abstand auf den 14., dem 1. FC Viersen, ist aber auf drei Zähler geschrumpft, weil Viersen mit 2:1 in Baumberg gewann. Da die Viersener sich allerdings nach aktuellem Stand voraussichtlich freiwillig aus der Liga zurückziehen, sollte dem TuS die Qualifikation für die neue Oberliga Nordrhein nicht mehr zu nehmen sein.

In Sonsbeck schenkte Jeschke erneut der Mannschaft sein Vertrauen, die zuletzt gegen Rot-Weiß Oberhausen II und VfL Rhede zwei überzeugende Siege eingefahren hatte. Lediglich Stefan Galster musste ersetzt werden. Für ihn rückte Boubacar Coulibaly in die erste Elf. In der Anfangsphase präsentierten sich die Bösinghovener als das aktivere Team. Dennoch waren es die Gastgeber, die in Führung gingen: Danny Rakl traf aus dem Gewühl ins linke Eck.

Nur vier Minuten später hatte der SV sogar die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, denn Schiedsrichter Sven Waschitzki entschied nach einem Foul im Bösinghovener Strafraum auf Elfmeter. TuS-Keeper Oliver Haßler wehrte den Strafstoß jedoch ab und hielt seine Farben dadurch im Spiel. Kurz nach dieser Rettungstat kam der TuS zum verdienten 1:1-Ausgleich. Dominik Idel überwand mit einem schönes Distanzschuss den Sonsbecker Torwart. "Wir waren in der ersten Hälfte überlegen und hätten unsere Chancen nutzen müssen", monierte Jeschke.

In der zweiten Halbzeit blieb vor allem die 60. Minute in Erinnerung. In einer umstrittenen Szene sah der Referee ein Handspiel Mehmet Yesils auf der Linie, entschied wiederum auf Elfmeter gegen den TuS und zeigte Yesil die Rote Karte. Eine Entscheidung, mit der Jeschke überhaupt nicht einverstanden war: "Der Schiedsrichter war leider nicht auf der Höhe, da lag in meinen Augen kein Handspiel vor." Diesmal nutzte der SV den Strafstoß und ging erneut in Front.

In den vorherigen Diskussionen hatte Rankl allerdings gegen Haßler nachgetreten. Die Folge: Platzverweis. Später sah ein weiterer Sonsbecker Gelb-Rot. Von diesem Zeitpunkt an drängte der TuS in Überzahl nach vorne und wurde spät durch Wittes Tor belohnt.

(RP)