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Krefeld: TuS ist jetzt fünftklassig

Krefeld : TuS ist jetzt fünftklassig

Der TuS Bösinghoven hat durch einen verdienten 5:2-Sieg bei den Sportfreunden Baumberg den Sprung auf Rang zwölf der Niederrheinliga geschafft und sich damit für die Oberliga-Niederrhein qualifiziert.

Fußball Die Spieler des (Noch-) Niederrheinligisten TuS Bösinghoven ballten die Siegerfaust und klatschten sich ab. Die Partie auf dem matschigen Kunstrasenplatz in Baumberg war vorbei, nun konnte der Aufstieg gebührend gefeiert werden. Es war endlich geschafft, der Schiedsrichter hatte abgepfiffen und Bösinghovens vorerst letztes Spiel in der Sechstklassigkeit beendet. Um 16.47 Uhr stand fest: Der TuS wird in der kommenden Saison in der Oberliga-Niederrhein antreten. "Man kann stolz sein. Die Jungs haben das super gemacht", zeigte sich Trainer Wolfgang Jeschke nach dem 5:2-Sieg bei den Sportfreunden Baumberg sichtlich zufrieden.

Tatsächlich wäre der TuS sogar im Falle einer Niederlage aufgestiegen. Der 1. FC Viersen hatte am Wochenende die Unterlagen für seinen freiwilligen Liga-Rückzug eingereicht, somit konnte dien Jeschke-Elf nicht mehr abgefangen werden. Im Lager der Bösinghovener wusste das jedoch nur Manager Christoph Peters, der diese Information aber bewusst geheim hielt. "Ich wollte die Spannung aufrecht erhalten", meinte er nach dem Spiel schmunzelnd. Diese Taktik ging auf, der TuS bot noch einmal eine gute Vorstellung. Selbst der zwischenzeitliche 1:2-Rückstand brachte die Gäste nicht aus dem Tritt. Peters teilte der Mannschaft erst fünf Minuten vor dem Abpfiff mit, dass sie den Sprung in die Oberliga bereits geschafft hat. "Die letzten Monate waren sehr anstrengend", gab Peters zu. "Ich denke aber, dass wir verdient aufgestiegen sind."

Nachdem der TuS so verheerend in die Rückrunde gestartet war und sieben Spiele auf einen Sieg warten musste, brachte Jeschke sein Team in der entscheidenden Phase der Saison zurück in die Spur. Vor allem durch den breit aufgestellten Kader konnte der Ausfall verletzter Akteure kompensiert werden. "Wir haben einfach eine gute Mischung gehabt", sagte der TuS-Trainer.

Damit der Kader auch in der höheren Liga mithalten kann, verhandelt Peters bereits intensiv mit potenziellen Neuzugängen. Mit Georges Ndoum hat er bereits einen Innenverteidiger verpflichten können. Der 26-jährige kommt vom FC Wegberg-Beeck und spielte sogar einmal für den MSV Duisburg in der Bundesliga. "In den kommenden Wochen wird sich bei uns noch etwas tun. Zwei oder drei Zugänge kommen noch", versprach Peters.

Erfreulich ist zudem eine Meldung aus den eigenen Reihen, denn Top-Torjäger Kevin Dauser wird den Schwarz-Gelben definitiv erhalten bleiben. "Er hat den vielen Interessenten abgesagt und wäre auch beim Nicht-Aufstieg bei uns geblieben", verriet Peters.

(RP)