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Meerbusch: TuS gibt Spiel in Überzahl aus der Hand

Meerbusch : TuS gibt Spiel in Überzahl aus der Hand

Es war der traurige Höhepunkt eines gebrauchten Nachmittags für den TuS Bösinghoven: Verteidiger Stefan Galster spielte den Ball zu kurz zu seinem Torhüter Oliver Seibert zurück und dieser dribbelte zunächst Nikola Aleksic aus.Düsseldorfs Stürmer setzte aber nach, erkämpfte sich die Kugel und schoss den Ball ins leere Tor.

Nach zuletzt fünf Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage musste sich der TuS Bösinghoven wieder einmal geschlagen geben und unterlag dem Tabellenzweiten TuRU Düsseldorf mit 2:4 (1:1). "Das war ganz schlimm. Wir waren einfach zu dumm", war TuS-Trainer Martin Stasch nach dem Spiel bedient.

Schon vor dem Anstoß setzte es einen Rückschlag für sein Team. Kevin Dauser, mit 14 Toren Bösinghovens erfolgreichster Torjäger und Fixpunkt der Offensive, war für die Partie zum Zusehen verdammt. Die Zerrung, die er sich vorige Woche beim Wuppertaler SV II zuzog, machte einen Einsatz für ihn unmöglich. Für Dauser kehrte Ex-Profi Bekim Kastrati zurück in die Startelf, der zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Ohnehin stellte sich die Mannschaft von Stasch aufgrund der vielen Ausfälle fast von selbst auf.

Dennoch sah es lange nach einem Erfolg für Schwarz-Gelb aus. Zwar übernahmen die Düsseldorfer das Kommando und hatten auch mehr Ballbesitz, das erste Tor erzielte aber Bösinghoven. Mittelfeldspieler Florian Witte kam frei vor dem Gästetor an den Ball und schoss ihn aus spitzem Winkel ins Netz. Es war bereits Wittes sechstes Saisontor. Nach der Führung stand der TuS zunächst sicher in der Defensive, lediglich bei einer Standardsituation fehlte die Ordnung. Nachdem ein Freistoß von Torwart Seibert, der weiter den verletzten Stammkeeper Patrick Iwersen vertrat, weggeschlagen wurde, konnte keiner der TuS-Kicker so mrichtig klären. Der Ball sprang zu José-Miguel Lopez-Torres, der zum 1:1 traf.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Hausherren aber erneut in Führung. Bernd Willems foulte Kastrati im Strafraum. Das Schiedsrichtergespann entschied auf Elfmeter plus Rote Karte für Willems. Alexsandar Pranjes übernahm die Verantwortung und erzielte das 2:1.

Diese Führung hatte allerdings nicht lange Bestand, denn trotz Überzahl gab der TuS die Partie schnell aus der Hand. Nur fünf Minuten später wurde nämlich der nächste Elfmeter ausgesprochen, nachdem Manuel Lemke im Strafraum gefoult hatte. "Warum er da hinlangt, verstehe ich nicht. Das war eine ungefährliche Situation", ärgerte sich Stasch. Sebastian Schweers überwand Seibert und von nun an nahm das Unglück aus Bösinghovener Sicht seinen Lauf.

Denn trotz einem Mann mehr auf dem Feld konnte sich der TuS keinen Vorteil erspielen. So waren es die Düsseldorfer, die plötzlich in Führung gingen. Und wie: Maximilian Dammer umdribbelte die halbe Hintermannschaft der Schwarz-Gelben und schloss sein Solo mit dem 3:2 ab. Einzig das eingangs erwähnte, entscheidende Tor zum 4:2 senkte die Laune von Trainer Stasch noch mehr. "Eigentlich haben wir gut gespielt, in manchen Situationen hatten wir allerdings totale Aussetzer", bemängelte der TuS-Coach.

(RP/url)