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Fussball/Oberliga: TuS feiert ersten Heimsieg

Fussball/Oberliga : TuS feiert ersten Heimsieg

Der Neuzugang des TuS Bösinghoven Bekim Kastrati drehte mit zwei Treffern das Heimspiel gegen den Cronenberger SC. Trainer Martin Stasch ist dennoch nicht zufrieden.

In der letzten Spielminute hatte Bekim Kastrati den Ball noch einmal extra weit weggeschossen, es galt Zeit zu schinden. Der 33-jährige Albaner hatte seinen neuen Klub TuS Bösinghoven mit zwei Toren in Führung gebracht und nun sollten die Gäste aus Cronenberg keine Gelegenheit mehr bekommen, in letzter Sekunde noch den Ausgleich erzielen zu können. Kastratis Rechnung ging auf und die Gelbe Karte wegen Ball Wegschießens nahm er in Kauf.

Die Gäste hatten keine Zeit mehr und der TuS Bösinghoven durfte seinen ersten Sieg in der Oberliga Niederrhein feiern. TuS-Trainer Martin Stasch war aber alles andere zufrieden: "Ich weiß nicht was überwiegt. Die Freude über die drei Punkte oder der Ärger über unsere Fehler." Für eine umfassende Fehleranalyse hatte Stasch an diesem Wochenende allerdings erstmal keine Zeit.

In Bösinghoven herschte Volksfeststimmung, es war Schützenfest. Die Mannschaft des TuS gab sich die Ehre und besuchte geschlossen die Traditionsveranstaltung. Dass die Bösinghovener Spieler überhaupt etwas zu feiern hatten, war zumindest zur Pause des Spiels nicht abzusehen. Eine schwache erste Halbzeit und ein furioser Start der Gäste sorgten für Ärger beim jungen Coach Stasch: "Die erste Halbzeit war wirklich überhaupt nichts von uns."Bereits nach dreiMinuten musste Torhüter Oliver Haßler den Ball aus dem Netz fischen. Daris D´Angelo hielt aus gut 16 Metern drauf und ließ Haßler keine Chance. Das frühe Gegentor sorgte für Verunsicherung bei den Gastgebern und Fehlpässe zerstörten den Spielfluss. Cronenberg hingegen kombinierte sich immer wieder gefährlich vor das TuS-Tor.

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Die Halbzeitansprache Staschs schien geholfen zu haben. Der TuS drängte mehr und mehr auf den Ausgleich. Sowohl Semir Purisevic, als auch Stefan Galster hatten gute Chancen. Letztlich war es aber ein Elfmeter, der den TuS zurück ins Spiel brachte. In der 59. Spielminute wurde Kastrati im Strafraum zu Fall gebracht und übernahm selbst die Verantwortung. Nach dem Ausgleich folgte die nächste Schiedsrichterentscheidung, die den Meerbuschern in die Karten spielte. Der Kapitän Cronenbergs, Marc Bach, sah die Gelb-Rote Karte.

Die folgenden 30 Minuten in Überzahl nutzte der TuS zu einem Sturmlauf auf das gegnerische Tor, der aber erst in der 88. Minute belohnt werden sollte. Nach einem Freistoß Daniel Klingers köpfte Kastrati den Ball zum umjubelten Siegtreffer ins Tor. Auch wenn der Coach einiges zu kritisieren hatte, freute er sich über die Treffer des Neuzugangs Kastrati natürlich trotzdem. "Er war sehr wichtig. Mit seiner Erfahrung hat er uns weitergeholfen."