TSV Meerbusch in der Außenseiterrolle

Fußball-Vorschau : TSV in der Außenseiterrolle

Meerbuschs Oberliga-Kicker haben gegen den Titelaspiranten Baumberg noch nie gewonnen. Das möchten sie am Sonntag im Heimspiel ändern. Landesligist TSV II fährt nach Rhede.

Der Bann ist gebrochen. Das hoffen jedenfalls die Kicker des TSV Meerbusch nach ihrem umjubelten 3:1-Sieg in Cronenberg. Team-Manager Horst Riege hatte vor der Partie in Cronenberg eine Reaktion von seiner Mannschaft gefordert, nachdem sie an den ersten beiden Spieltagen weder gegen Schonnebeck (2:2) noch gegen Straelen (0:4) gewonnen hatte. Mit neuem Selbstvertrauen soll es nun am Sonntag (15 Uhr, Nierster Straße) gegen die Sportfreunde Baumberg gehen, die zu den Titelaspiranten gezählt werden.

Noch nie haben die Meerbuscher gegen die Sportfreunde eine Partie gewonnen. Das soll sich am Sonntag ändern – und mit den drei Punkte würden die Blau-Gelben in die obere Tabellenhälfte klettern. „Unser Selbstbewusstsein ist zwar größer geworden nach unserem jüngsten Erfolg, aber das wird brutal schwer“, sagt der sportliche Leiter Christoph Peters, der einen guten Kontakt zu seinem Baumberger Pendanten und Ex-Fortunen Redouan Yotla pflegt. Die Baumberger sind Peters’ „absoluter Topfavorit auf die Meisterschaft“. Spielerisch haben sie Vorteile, sagt er. Er meint aber auch: „Wenn wir einen guten Tag erwischen, können wir jeden Gegner in der Liga schlagen.“ Verzichten müssen die Meerbuscher allerdings weiterhin auf den verletzten Vincent Reinert.

Ganz nüchtern betrachten die Landesliga-Kicker des TSV Meerbusch II ihr sensationelles Abschneiden an den ersten drei Spieltagen. Nach zwei Siegen und einem Unentschieden sind sie bis auf Rang zwei geklettert. Nur Teutonia St. Tönis hat besser abgeschnitten. „Das Saisonziel hat sich trotz dieses phantastischen Saisonstarts aber nicht geändert“, sagt Trainer Niklas Bonnekessel vor dem Spiel am Samstag (15 Uhr) beim VfL Rhede. „Für uns geht es weiterhin ausschließlich um den Klassenerhalt. Alles andere ist völlig unrealistisch. Das haben die Jungs verinnerlicht. Und sie sind sich darüber auch im Klaren. Wir haben groß und breit darüber gesprochen.“

Für den TSV II-Coach war bei den bisherigen Ergebnissen jede Menge Glück dabei. „Gerade in den letzten beiden Partien, beim 3:2 in Holheim und beim 2:0 gegen Bedburg-Hau, waren wir mit der Glücksgöttin im Bunde“, sagt er. „Wir werden als Team weiter wachsen müssen, um die Liga halten zu können.“

Am Samstag in Rhede wartet laut Bonnekessel nun ein „ganz hartes Brett“. Der Trainer hatte geplant, den nächsten Gegner unter der Woche in der Partie gegen Scherpenbeck zu beobachten, doch die Begegnung fiel aus. Auf zumindest einer Position wird er sein siegreiches Team verändern müssen, denn Steffen Drees ist aus privaten Gründen verhindert.