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Tennisspieler aus Meerbusch treten in der Regionalliga an

Sport in Meerbusch : Meerbuscher Tennisspieler freuen sich auf „vereinshistorischen Tag“

Im ersten Regionalliga-Heimspiel der Clubgeschichte empfangen die Herren 30 des TC Bovert am Samstag ab 12 Uhr den Tabellenführer Union Münster.

Ein Blick auf die Vita von Igor Sijsling genügt, um zu ahnen, was da am Samstag im ersten Regionalliga-Heimspiel auf die Herren 30 des TC Bovert gegen Union Münster zukommt. Jahrelang hielt sich die Nummer eins der Gäste in den Top 100 der Welt und fuhr mehr als zwei Millionen Dollar Preisgeld ein. Sieben Turniersiege im Einzel errang er auf der Challenger-Tour, im Doppel zog er 2013 ins Endspiel der Australian Open ein. Am Wochenende gastiert Sijsling nun mit dem aktuellen Spitzenreiter in Bovert. „Ein solcher Weltklassespieler hat vermutlich noch nie auf unserer Anlage gespielt. Daher hoffen wir auf eine entsprechend große Kulisse“, sagt TCB-Sportwart Dominic Bellin.

Lange hatten die Gastgeber bangen müssen, ob das erste Regionalliga-Heimspiel der 56-jährigen Vereinsgeschichte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden muss. Doch die sinkenden Corona-Inzidenzen lassen wieder Zuschauer zu, die sich auf der Platzanlage an der Schubertstraße 58 zwecks Kontaktverfolgung lediglich über die Playsports-App bzw. einen QR-Code registrieren lassen müssen und Abstand halten müssen.

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Mit Sijsling, die Nummer 301 der Weltrangliste, wird sich im Spitzen-Einzel Peter Lucassen auseinandersetzen müssen. Boverts Neuzugang, der früher mehrere Jahre für den TV Osterath aufgeschlagen hatte, ist mit seinem Landsmann befreundet und kennt dessen Qualitäten. „Ich habe schon oft gegen ihn gespielt und weiß, dass er eine Klasse besser ist als ich. Trotzdem werde ich bei meinem Heimspiel-Debüt alles geben“, verspricht Lucassen.

Auch auf seine übrigen Teamkollegen warten große Herausforderungen, denn Union ist der Favorit auf den Aufstieg in die Herren 30-Bundesliga und hat in seinen ersten beiden Partien noch kein Match abgegeben. Die Boverter, denen im Vorjahr überraschend der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse gelungen war, stehen hingegen nach den beiden 2:7-Niederlagen beim TC Weiden und bei BW Elberfeld noch ohne Punkte da. „Einige Spieler der Top-Teams sind oder waren mal Profis. Da ist man als Amateursportler natürlich im Nachteil“, weiß Bellin. Trotzdem ist die Vorfreude auf das erste Heimspiel ungebrochen. „Auch wenn es sportlich eine schier unlösbare Aufgabe wird, haben die Jungs heute die größtmögliche Unterstützung verdient“, sagt Bellin.

Um die verpflichtenden Vorgaben des Tennisverbands einzuhalten, musste der TCB extra für die Regionalliga-Heimspiele drei Schiedsrichterstühle besorgen. Zudem muss er eine Stunde vor Spielbeginn zwei der sechs Plätze zum Warm-Up für die Gäste bereitstellen. Damit auch bei schlechtem Wetter das Spiel beendet werden kann, muss der Klub zudem zwei Hallenplätze blocken. „Für einen kleinen Verein wie uns sind die Anforderungen nicht ohne. Trotzdem wollen wir uns darüber nicht beklagen, sondern freuen uns auf diesen vereinshistorischen Tag“, so Bellin.