1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch
  4. Lokalsport

Krefeld: SSV entscheidet Derby in Osterath 1:0 für sich

Krefeld : SSV entscheidet Derby in Osterath 1:0 für sich

Angreifer Frederic Klausner gelingt in der 40. Minute das Tor des Tages

Enttäuschung beim OSV Meerbusch, Aufatmen beim SSV Strümp – unter diesem Motto kann das gestrige Lokalderby zwischen den beiden Ortsnachbarn abhaken. Während die Osterather nach der zehnten Niederlage im 13. Spiel weiter das Schlusslicht der Bezirksliga bilden, schaffte Strümp den Sprung auf einen Nichts-Abstiegsplatz. "Der SSV hat einmal gefährlich auf unser Tor geschossen. Dieser Ball war drin, und das hat gereicht, weil wir vorne viel zu harmlos waren", sagte OSV-Coach Herbert Höffges.

Seine Mannschaft fand besser in die Partie und war zunächst feldüberlegen, zeigte sich aber im Angriff ohne jede Durchschlagskraft. Der SSV war im ersten Durchgang allein darum bemüht, hinten sicher zu stehen – kein Wunder nach zuvor 49 Gegentreffern in zwölf Begegnungen. Mit dem ersten gefährlichen Angriff schlugen die Gäste dann eiskalt zu. Frederic Klausner schlug einen Seitenwechsel auf Tobias Wimmers, der ihm den Ball auf Höhe des Sechzehners zurückpasste. Klausner drehte sich um seine eigene Achse, tanzte einen Osterather aus und versenkte den Ball zur 1:0-Führung im langen Eck. Kurz vor der Pause kam der OSV beinahe zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Sebastian Wirth brachte Lucas Freitag den Ball per Kopf allerdings nicht über die Linie.

Nach dem Wechsel zog sich der SSV noch weiter in die eigene Hälfte zurück. Dem OSV war das Bemühen um den Ausgleich nichts abzusprechen, die spielerischen Mittel fehlten ihm aber, um die kompakte Gäste-Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Der erste nennenswerte Torschuss im zweiten Durchgang von Uwe Hagedorn war eine sichere Beute von SSV-Torwart Dennis Weber. Hagedorn stand auch in der 85. Minute im Mittelpunkt, als sich im Strümper Strafraum seine Wege mit denen des eingewechselten Sven Schröllkamp kreuzten. Osteraths Kapitän ging zu Boden, die Pfeife von Schiedsrichter Marc Uhlendorf blieb aber stumm. "Man hätte in dieser Szene sicherlich auf Strafstoß für uns entscheiden können. Doch das war nicht der Grund, wieso wir verloren haben. Am Ende hatten wir auf Grund unserer mangelnden Trainingsbeteiligung einfach nichts mehr zuzusetzen", gab Höffges ehrlich zu.

In der Schlussphase verpassten es Klausner und sein Sturmpartner Dominic Blömerm frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. In Gefahr geriet der Sieg der Rot-Weißen aber nicht mehr. "Dass es ein Derby-Erfolg war, interessiert mich wirklich nur am Rande. Auf Grund der Tabellenkonstellation waren die drei Punkte einfach eminent wichtig für uns", sagte Janis Hülder, stellvertretender Abteilungsleiter beim SSV.

(RP)