Senioren-Tennis in Meerbusch: Reinhilde Adams führt deutsches Team an

Senioren-Tennis: Tennis-WM: Adams führt deutsches Team an

2018 entschied die Meerbuscherin schon sieben Turniere des ITF-Verbands für sich.

Erstmals als Nummer eins führt Reinhilde Adams die deutsche Auswahl bei der Tennis-Mannschaft-Weltmeisterschaft für Senioren in der Altersklasse Ü65 an. „Es ist eine große Herausforderung, aber genauso auch eine riesige Ehre für mich“, sagte die Lank-Latumerin, die sich am Donnerstag mit ihren Teamkolleginnen Susanne Schweda, Irene Smutny und Sylvia Balkow auf den Weg ins kroatische Umag gemacht hat, wo ab Sonntag der so genannte ITF Super Seniors Cups für die Altersklassen Ü65 bis Ü85 ausgetragen wird.

Im vergangenen Jahr war Adams mit dem deutschen Team auf Platz vier gelandet, im Spiel um Bronze hatten sie sich damals in Orlando Großbritannien mit 0:3 geschlagen geben müssen. An eine Medaille glaubt die 66-Jährige auch in diesem Jahr nicht. „Natürlich träumt man davon, doch realistisch gesehen ist auch diesmal nicht mehr möglich als Platz vier.“ Vor allem Australien, die USA und Großbritannien seien personell einfach deutlich besser besetzt.

Allerdings befindet sich auch Adams momentan in absoluter Topform. In diesem Jahr entschied sie schon sieben Turniere des ITF-Verbands für sich und schob sich dadurch in der Weltrangliste der Über-65-Jährigen auf Platz fünf vor. Zugute kommt Adams, dass sie im vergangenen Jahr in Rente gegangen ist und nun wesentlich mehr Zeit in das Tennisspielen investieren kann. Ihre gute Fitness zeichnet sie aus, dadurch kann sie viele Matches oft noch im dritten Satz gegen müde werdende Gegnerinnen für sich entscheiden. Aus diesem Grund ist sie auch froh darüber, dass bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft der dritte Satz ausgespielt und nicht wie auf nationaler Ebene vielfach praktiziert im Match-Tie-Break entschieden wird. „Es ist gerechter, weil Ausdauer im Tennis dazugehört“, findet Adams.

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Auf wen sie mit dem an Nummer vier gesetzten deutschen Team in der Vorrunde treffen wird, wird erst am Samstag ausgelost. Präferenzen hat Adams nicht, lediglich den starken Brasilianerinnen würde sie zunächst gerne aus dem Weg gehen. „Sie spielen nicht so viele ITF-Turniere, deswegen stehen sie im Ranking nicht so hoch“, weiß Adams. Gleiches gelte auch für viele US-Amerikanerinnen und Australierinnen, weshalb die Weltrangliste etwas verzerrt sei.

„Ich werde zwar als aktuelle Nummer fünf ausgewiesen, doch es gibt einige Spielerinnen, die besser spielen als ich“, sagt Adams bescheiden. Aus diesem Grund zählt sie sich auch bei der nach dem Teamwettbewerb ausgetragenen Einzelkonkurrenz keineswegs zu den Favoritinnen. Adams: „Wenn ich unter die letzten Acht komme, wäre das ein Riesenerfolg für mich.“