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Meerbusch: TD Lank verpasst knapp die Überraschung

Handball in Meerbusch : TD Lank verpasst knapp die Überraschung

Die Treudeutschen liefern dem Tabellenzweiten TSV kaldenkirchen bei der 26:28-Niederlage einen großen Kampf. Die Lanker Handball-Damen kehren mit einem 31:21-Sieg von der Fahrt nach Königsdorf zurück.

Unglückliche Niederlage für den TuS Treudeutsch: Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Kaldenkirchen unterliegen die Lanker Verbandsliga-Handballer auf eigenem Parkett mit 26:28 (13:13). Ein Unterschied war zwischen den abstiegsgefährdeten Gastgebern und dem Aufstiegsaspiranten dabei in keiner Phase auszumachen. Die Truppe des Trainerduos Achim Schneiders/Ralf Müller dominierte zunächst die Partie, ging nach einem 0:2-Rückstand mit 5:3 in Führung und verteidigte den Vorsprung bis zum 12:9 (24.). Doch dann folgte eine Schwächephase der Lanker. Der Favorit drehte die Partie, ging nach 9:3 Treffern in Folge mit 18:15 in Führung (35.). Doch die Blau-Weißen gaben nicht auf und kämpften sich wieder bis auf einen Treffer heran. In der Schlussminute markierte Jan Verholen dann den Treffer zum 26:27. Und seine Mannschaft kam auch noch einmal in Ballbesitz, doch zum Ausgleich reichte es dann nicht mehr.

„Mindestens ein Unentschieden hätten wir verdient gehabt“, sagte Ralf Müller, der voll des Lobes für die Leistung seiner Schützlinge war. „Wir haben gebrannt, mit viel Leidenschaft gespielt, wollten unbedingt gegen eine Spitzenmannschaft mal etwas holen. Dass es dann doch nicht reicht, tut extrem weh. Schmerzt vielleicht diese Niederlage noch mehr, als wenn wir eine klare Niederlage kassiert hätten.“ Beste Lanker waren die Außen Eric Reiners und Daniel Holler. „Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Sie stabilisiert sich, geht ein hohes Tempo“, sagt Müller.

Nach der Niederlage beträgt der Lanker Vorsprung zu den Abstiegsplätzen lediglich vier Punkte. Die Beobachter waren sich aber einig, dass der Mannschaft in dieser Verfassung kein Abstieg droht. Müller ist da vorsichtiger. „Im Sport gibt es so viele Unwägbarkeiten und Überraschungen, man weiß nie, wohin einen der Weg führt. Es müssen sich bei uns nur ein, zwei Spieler verletzen.“

In der Woche nach der anstehenden Karnevalspause müssen die Lanker beim Tabellennachbarn Grefrath antreten. „Da ist ein Sieg dann unbedingt Pflicht“, so der Trainer. Die Generalprobe für diese wichtige Partie bestreitet der TuS Treudeutsch am Mittwoch im Pokal gegen Straelen.

Die Lanker Handballerinnen haben sich vom Schock der unglücklichen Heimniederlage in der Vorwoche gegen die Turnerschaft St. Tönis gut erholt: Beim TuS Königsdorf gelang der Truppe von Trainer Jurek Tomasik beim klaren 31:21 (16:6)-Sieg ein souveräner und nie gefährdeter Erfolg. Die Grundlage für den Sieg legten die Treudeutsch-Damen in einer überragenden ersten Halbzeit, in der sie eine 16:6-Führung herausschossen. Königsdorf hielt nur bis zum 5:5 (14.) mit, dann zogen die Lankerinnen mit 13:1 Treffern in Folge bis auf 18:6 (32.) davon. Bis zur Schlusssirene verteidigten die Blau-Weißen den Zehn-Tore-Vorsprung.

Viel Spaß hatten die mitgereisten Fans an der Vorstellung von Linksaußen Joana Jeschke, die nach ihrer schweren Verletzung und der langen Pause wieder auf dem besten Weg zu ihrer alten Bestform ist. In Königsdorf war sie mit neun Treffern die beste Werferin.

Am Samstag, 29. Februar, geht es gegen den Drittletzten SV Straelen.