Meerbusch: Macht der TSV jetzt den Aufstieg klar?

Meerbusch : Macht der TSV jetzt den Aufstieg klar?

Mit einem Sieg in Süchteln könnte die Mannschaft von Trainer Toni Molina am Sonntag schon drei Runden vor Schluss die Rückkehr in die Oberliga feiern.

Den 28. Mai 2017 werden die Fußballer des TSV Meerbusch um Kapitän Samy Purisevic so schnell nicht vergessen: Mit 1:6 unterlagen sie beim VfB Homberg und stiegen aus der Oberliga ab. Nun, genau 343 Tage später, wollen sie die Schmach tilgen und den Weg aus der Landesliga heraus wieder nach oben finden. Der 6. Mai 2018 soll dabei als Datum in die Vereinsgeschichte eingehen, an dem sie den direkten Wiederaufstieg endgültig besiegelt haben.

Mit einem Dreier am Sonntag (15 Uhr, Sportpark Süchtelner Höhen) beim Tabellenneunten ASV Einigkeit Süchteln möchten die Gelb-Blauen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ihnen der direkte Wiederaufstieg auch rein rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist. Allerdings sind die Meerbuscher vier Spieltage vor Saisonende bei aktuell neun Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten SC Velbert darauf angewiesen, dass der Konkurrent seine Partie beim MSV Düsseldorf nicht gewinnt.

Aber selbst im Falle eines Sieges der Velberter ist der Aufstieg des TSV Meerbusch keine Frage mehr des Ob, sondern nur noch des Wann. Denn zu den neun Punkten Vorsprung kommt auch ein um 37 Treffer besseres Torverhältnis. Trainer Toni Molina tut gut daran, seine Schützlinge trotz des großen Vorsprungs an der Tabellenspitze aber vor den Süchtelner zu warnen. Die haben zwar nur eine der jüngsten fünf Partien gewonnen, aber in der vergangenen Woche mit 2:1 bei der SpVgg Heiligenhaus gesiegt und damit den Ligaverbleib unter Dach und Fach gebracht. "Der ASV ist ein unangenehmer Gegner, sehr kampfstark und sicher in der Defensive", sagt Teammanager Horst Riege. "In der Vorbereitung haben wir uns gegen die Mannschaft in einem Testspiel sehr schwer getan."

Das Hinspiel hatte der TSV im November allerdings deutlich mit 7:0 (2:0) gewonnen, Marcel Kalski steuerte drei Treffer zu dem Kantersieg bei. Auf eigenem Platz sind die Süchtelner aber weitaus gefährlicher als in der Fremde: Während sie auswärts nur zwölf Punkte holten (nur der VSF Amern holte noch weniger Punkte), erkämpften sie daheim 26 Punkten und sind damit die sechstbeste Heimmannschaft.

Für die Meerbuscher spricht, dass sie sich nach einem holprigen Rückrundenstart zuletzt in blendender Form präsentiert haben und sieben der acht jüngsten Partien gewannen. Die jüngsten vier Partien haben sie sogar alle für sich entschieden (7-1-0) und dabei eindrucksvolle 20:3 Tore erzielt.

Abgesehen davon, dass der TSV einige Spieler in die Zweite gegeben hat, um sie im Abstiegskampf zu unterstützen, hat er alle Akteure dabei und kann aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz von Torhüter Michael Kampmann, der sich beim Sieg gegen den Rather SV eine Blessur zugezogen hat.

(RP)