Sommercup: Kräftemessen mit Fortuna II

Sommercup : Kräftemessen mit Fortuna II

In knapp zwei Wochen beginnt die Oberliga Niederrhein. Aufsteiger TuS Bösinghoven bat zu einem Blitzturnier und schaffte beim Sommercup gegen Fortuna Düsseldorf II einen Achtungserfolg.

Michael Lurz und Wolfgang Jeschke haben sich beim TuS Bösinghoven etliche Meriten verdient. Lurz als Torjäger, der laut Bösinghovens Geschäftsführer Christoph Peters "140 Tore für den TuS" erzielte, und Jeschke als Trainer, dem eine ganze Serie von Aufstiegen zu verdanken ist. Beim Sommercup, den die Bösinghovener am Wochenende veranstalteten, nutzte Peters die Gelegenheit, um beide zu verabschieden. Nach dem Motto "Niemals geht man so ganz", wird aber zumindest Jeschke dem TuS in der Altherrenmannschaft erhalten bleiben. Lurz soll ebenfalls zum Bleiben überzeugt werden.

Die zwei sind fort aus der 1. Mannschaft, die Erfolgsgeschichte des TuS soll trotzdem weitergeschrieben werden. Im Blickpunkt steht dabei der neue Cheftrainer Martin Stasch. Der bisherige Co-Trainer freut sich auf die Herausforderung Oberliga und hatte beim Sommercup Gelegenheit, seine neue Mannschaft den Zuschauern zu präsentieren. Die Bösinghovener stecken mitten in der Saisonvorbereitung und baten Fortuna Düsseldorf II, VfR Fischeln und FC Büderich zu einem ersten Kräftemessen an den Windmühlenweg. Die Gastgeber traten zunächst gegen Düsseldorf an und zeigten ihr Potenzial. Die favorisierten Landeshauptstädter gingen zwar mit 1:0 in Führung, die Bösinghovener, die in ihren neuen Lilafarbenden Ausweichtrikots aufliefen, steckten aber nicht auf. Torgarant Kevin Dauser erzielte mit einem sehenswerten Freistoß den Ausgleich, Florian Witte schoss wenig später gar das 2:1-Siegtor. Im zweiten Spiel duellierten sich der FCB und Fischeln. Die Büdericher begannen engagiert, letztlich machte sich aber der Klassenunterschied bemerkbar, und Fischeln zog ins Finale ein. Dort musste sich auch der TuS mit 0:2 geschlagen geben, so dass Fischeln den großen Pokal in die Höhe reckte. Auch wenn es nicht zum Triumph bei dem Miniturnier reichte, zeigte sich Stasch sehr zufrieden mit der bisherigen Vorbereitung: "Die Jungs ziehen super mit."

Aufgrund der vielen Ab- und Zugänge stand für den 28-jährigen Coach auch die Stimmung in der Mannschaft im Vordergrund: "Wir haben einiges für das Teambuilding gemacht. Es ist wichtig, dass die Spieler auch Spaß bei der ganzen Sache haben." Was den Spaß derzeit ein wenig trübt, sind die vielen Verletzten. Acht Spieler befinden sich aktuell im Bösinghovener Lazarett. Unteranderem der neue Torwart Patrick Iwersen und Mittelfeldspieler Florian Meier, der schon letzte Saison verletzungsbedingt kaum zur Verfügung stand. Wer bis zum Ligastart am 5. August wieder fit ist, ist derzeit nur schwer vorherzusagen.

Um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, wird sich Bösinghoven in der nächste Woche wohl noch verstärken. Zwei "Offensivspielern, mit Profierfahrungen" sollen noch kommen.

(RP/ila)