Krefeld: Kastrati stürmt wohl zum TuS

Krefeld : Kastrati stürmt wohl zum TuS

Mit Stürmer Bekim Kastrati ist sich Oberliga-Aufsteiger TuS Bösinghoven so gut wie einig. Trainer Martin Stasch ist gespannt auf den Liga-Auftakt am kommenden Wochenende, muss aber viele Verletzte beklagen.

fußball Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, Eintracht Braunschweig, Dynamo Dresden. Bei all diesen Clubs kickte Bekim Kastrati in seiner Zeit als Profi. Der 33-jährige Stürmer, zuletzt beim Wuppertaler SV aktiv, hat schon allerhand in gesehen. Jetzt verstärkt er aller Voraussicht nach Oberliga-Aufsteiger TuS Bösinghoven. Bösinghovens Manager Christoph Peters traf sich gestern Abend mit dem Albaner, um den Wechsel unter Dach und Fach zu bringen.

Kastrati, der drei A-Länderspiele für Albanien absolvierte, soll mit seiner Routine helfen, die junge Mannschaft in der Oberliga Niederrhein zu etablieren. Mit dem bulligen Torjäger bieten sich zudem neue taktische Optionen für den jungen Trainer Martin Stasch. Waren die Schwarz-Gelben in der vergangenen Saison in der Offensive vor allem von Kevin Dauser abhängig, so haben sie nun ein weiteren Stürmer von gehobenen Format in ihren Reihen.

Die Saisonvorbereitung, die gut fünf Wochen lang dauerte, fand ohne Kastrati statt. Ebenso wie die Generalprobe gestern, das letzte Testspiel vor dem Ligastart. Gegen Bezirksligist ASV Süchteln reichte es nur allerdings zu einem 0:0-Unentschieden. Stasch zog dennoch ein positives Fazit nach seiner ersten Vorbereitung als Chefcoach: "Die Jungs haben wirklich gut mitgezogen." Nur die vielen Verletzten bereiten ihm leichte Sorgenfalten. Kerim Gürdal und Michael Enger, mussten gestern gegen Süchteln verletzt raus, damit fehlen Stasch gleich elf Spieler. "Das ist schon eine Hausnummer", sagt der 28-Jährige. Er hofft, dass noch zwei, drei Spieler bis zum Start fit werden. Wenn nicht, werden sie durch Eigengewächse aus der A-Jugend ersetzt, die bereits in den Testspielen zum Einsatz kamen. "Die Jungs sind gut. Und das ist keineswegs Zweckoptimismus", so Stasch.

Durch das immer größer werdende Lazarett, hat sich eine wichtige Personalfrage von selbst geklärt: Oliver Haßler geht als Nummer eins in die Saison. Neuzugang Patrick Iwersen wird heute am Meniskus operiert und räumt so kampflos den Platz. Wie lange er ausfällt, wird sich noch herausstellen. Ein anderer Neuzugang dagegen wird von Anfang an Verantwortung übernehmen. Andreas Altenbeck, der 24-jährige Innenverteidiger, wird die Bösinghovener als Kapitän aufs Feld führen. Seine Vertreter sind Stefan Galster und Semir Purisevic.

Am Sonntag wird es also zu mehreren Premieren kommen: Bösinghovens erster Auftritt in der Fünftklassigkeit, Staschs erstes Spiel als Cheftrainer, Altenbecks Debüt als TuS-Kapitän und vielleicht auch Kastrastis Debüt im TuS-Dress.

(RP)