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Fußball: Kampf um den Klassenerhalt

Fußball : Kampf um den Klassenerhalt

Der OSV Meerbusch und der FC Büderich verfolgen das gleiche Ziel: Für sie geht es in der anstehende Saison in der Bezirksliga allein um den Klassenverbleib. Beide Teams müssen auf Schlüsselspieler verzichten.

Büderich/Osterath Zwei Dinge haben die Bezirksligisten OSV Meerbusch und der FC Büderich 02 gemeinsam: Für beide hat in der am Sonntag beginnenden, neuen Saison der Klassenverbleib die oberste Priorität. Beim Erreichen dieser Zielvorgabe müssen beide Mannschaften auf einen ihrer Schlüsselspieler der Vorsaison verzichten. Der OSV verlor Torjäger Sebastian Wirth (1.FC Viersen II), der FC Büderich Toni Vidovic (berufliche Gründe). "Wir werden Toni nicht adäquat ersetzen können. Er hat die meisten unserer Tore vorbereitet und sehr viele Lücken gerissen", klagt FCB-Coach Dragan Dasovic.

Neben Vidovic hat auch Marcel Drechsler (Ziel unbekannt) den Verein verlassen. Dem gegenüber stehen acht externe Neuzugänge: Sven Peters (Düsseldorfer SV), René Recken (Niersia Neersen), Ertugrul Kile (Thomasstadt Kempen), Gilbert Rößler (Rheinkraft Neuss), Miguel Lopes (SC Kapellen/A-Junioren), Christoph Knychas und Philipp Bark (beide BV 04 Düsseldorf/A-Junioren). Zudem kehrte Julian Schlösser vom CfR Links zum Eisenbrand zurück, und aus der eigenen Jugend rückten Patrick Danneberg, Marc-André Escudero, Salis Diallo, Kilian Berg und Jannik Dahm in Kader des Bezirksligateams hoch.

"Wir haben sehr viele junge Spieler, die wir nach und nach integrieren werden", sagt Dasovic. Im Vorjahr war sein Team in der Kreisliga A das Maß aller Dinge und blieb die gesamte Saison ungeschlagen. "Die Jungs sind sich aber im Klaren, dass es so nicht weitergehen wird, das hat bereits unsere durchwachsene Vorbereitung gezeigt", sagt Dasovic, der dennoch insgeheim mit einem einstelligen Tabellenplatz liebäugelt. Um das zu schaffen, dürften sich seiner Meinung nach Leistungsträger wie Abwehrchef Bastian Fröhlich, Kapitän Patrick Barbier, Routinier Benedikt Niesen und Torjäger Florian Kreuzer aber nicht verletzen.

Der OSV Meerbusch ist den Abstiegskampf aus der vergangenen Saison gewohnt. Erst am letzten Spieltag sicherte er sich endgültig den Verbleib in der Liga. "Ich hätte nichts dagegen, wenn wir die Rettung diesmal etwas vorzeitiger perfekt machen", sagt Trainer Herbert Höffges.

Den Abgang von Sebastian Wirth, der in der letzten Spielzeit mit 18 Toren der mit Abstand gefährlichste Osterather war, will er kompensieren, indem er die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. "In Salvatore Somma, Lucas Freitag, Matthias Müller, Emrah Engin und Ibo Yilmaz haben wir mehrere Leute, die wissen, wo das Tor steht", meint Höffges. Yilmaz (zuletzt inaktiv, davor Rheinhausen) ist einer der sechs Neuzugänge des OSV.

Torwart Marco Lippolis kam von SuS Krefeld nach Osterath und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der bisherigen Nummer eins, Gregor Kopanski. Abwehrspieler Akin Eraslan fand vom SV Neukirchen, Mittelfeldmann Mahmut Güngör von Bayer Uerdingen und Angreifer David Sfarzetta vom Linner SV den Weg zum Krähenacker.

Zuletzt inaktiv war Mittelfeldspieler Recep Ünlü (davor TuRa Duisburg). Ein weiterer "Kracher" soll möglicherweise noch folgen. "Wir basteln gerade an unserem Königstransfer", hält sich Höffges dazu allerdings noch bedeckt.

(RP)