Fußball: TSV Meerbusch trifft auf die Elf von Inka Grings

Fußball : TSV trifft auf die Elf von Inka Grings

Am heutigen Mittwoch feiern die Meerbuscher Oberliga-Kicker ihre Heimpremiere gegen den SV Straelen.

Die Kicker des TSV Meerbusch freuen sich auf die anstehenden Fußballfeste, die ihnen die gerade angelaufene Saison bietet. Am 27. August treffen sie in einem Freundschaftsspiel auf den  Bundesligisten Fortuna Düsseldorf. Erster Höhepunkt aber liefert die Saisonpremiere in der Oberliga. Da treffen die Fußballer von Trainer Toni Molina am heutigen Mittwoch (19.30 Uhr, Nierster Straße) auf den SV Straelen, der als Absteiger aus der Regionalliga als der große Meisterschaftsfavorit gilt. „Das ist für uns ein ganz besonders Spiel, ein Fußballfest“, sagt Team-Manager Horst Riege. „Wir hoffen auf eine große Kulisse. Und mit den Fans im Rücken wollen wir den Straelenern, die unter Profibedingungen trainieren, möglichst lange Paroli bieten.“

Mit dem SV Straelen stellt sich Inka Grings als Trainerin des SVS vor. Bisher hatte noch kein deutsches Männerteam aus den oberen vier Spielklassen eine Frau als Trainer. Die zweimalige Europameisterin hat die höchste deutsche Trainer-Lizenz. Sie trainierte bisher den Frauen-Bundesligisten MSV Duisburg und den männlichen Nachwuchs von Viktoria Köln. In der Rückrunde der vergangenen Regionalliga-Saison gab sie ihr Debüt an der Seite des auf der Trainerposition gleichberechtigten Thomas Drotboom. Straelen, das als Aufsteiger im Abstiegskampf steckte, vermochte Inka Grings aber nicht vor dem direkten Wiederabstieg retten. Zustande gekommen war der Kontakt zu der besten deutschen Torjägerin über den Straelener Vereinspräsidenten und Bauunternehmer Hermann Tecklenburg, der mit Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg verheiratet ist. Auch sie wird in Meerbusch als Zuschauerin erwartet.

Inka Grings reist mit einer Mannschaft an, die dem TSV überlegen sein dürfte. Die meisten der Spieler des Vereins aus der Grenzregion zu den Niederlanden würden Fußball als ihren Beruf ansehen und mehrmals die Woche zweimal täglich trainieren, sagt Riege. „Unsere Spieler gehen dagegen bis 16, 17 Uhr einem anderen Beruf nach.“ Trotzdem sieht der 66-Jährige sein Team nicht chancenlos. „Wenn wir gegen Straelen 90 Minuten lang so spielen wie in den zweiten 45 Minuten beim 2:2 in Schonnebeck, und Stralen hat nicht seinen besten Tag, dann haben wir vielleicht eine Chance.“

Die Meerbuscher haben den SVS am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg gegen Cronenberg beobachtet und waren beeindruckt vom spielerischen Vermögen einiger Kicker. Ryo Terada, der in der vergangenen Saison noch beim TSV Meerbusch Stammspieler war, saß nur auf der Bank. „Dass Ryo in Straelen nicht spielt, während er bei uns Leistungsträger war, zeigt auch den Unterschied zwischen den beiden Teams.“ Dagegen spielte sein Bruder Shun Terada und zeigte eine starke Leistung.

„Wir wollen von Beginn an wacher, aggressiver und mutiger spielen als in Schonnebeck“, sagt Riege. Abzuwarten bleibt, ob Lukas van den Bergh und Samir Purisevic, die angeschlagen raus mussten, wieder fit sind, und ob Benjamin Dohmen diesmal von Beginn an dabei ist.

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