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Christian Zillekens aus Meerbusch beim Weltcup in Ungarn erfolgreich

Erfolg für Sportler aus Meerbusch : Osterather Fünfkämpfer holt Gold im Weltcup-Finale

Nun hat der Moderne Fünfkämpfer Christian Zillekens sein nächstes Ziel im Visier: Er will sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio qualifizieren.

(cba) Fantastischer Saisonabschluss für Christian Zillekens: Der Osterather sicherte sich jetzt beim Weltcup-Finale der Modernen Fünfkämpfer in Ungarn mit seiner Freundin Annika Schleu die Goldmedaille in der Staffel. „Wir wissen, dass wir an einem guten Tag vorne mitmischen können, doch dass es für Platz eins reicht, hätten wir nicht erwartet“, sagt Zillekens.

Székesfehérvár scheint für ihn ein gutes Pflaster zu sein, denn vor zwei Jahren hatte er in der ungarischen Kleinstadt auch seinen ersten Weltcup-Sieg im Einzel geholt. Diese Erfahrung half ihm im aktuellen Wettkampf, in dem sich das deutsche Duo im abschließenden Laser-Run ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der weißrussischen Paarung Volha Silkina/Ilya Palazkov lieferte. Erst auf der Zielgeraden konnte sich Zillekens absetzen. „Ich wusste von damals noch, wie ich die letzte Kurve nehmen muss“, sagt der 25-Jährige.

Er und seine Partnerin waren gut in den Wettkampf gestartet, lagen nach dem Schwimmen als Vierter von 13 Teams gleich in der Spitzengruppe. Im Fechten landeten sie nur im Mittelfeld und fielen dadurch ein paar Plätze zurück. Durch ein starkes Reiten arbeiteten sie sich vor dem abschließenden Laser-Run aber wieder auf Rang fünf vor. In der Schlussdisziplin – einer Kombination aus Schießen mit der Luftpistole und einem 3000-Meter-Geländelauf – langte den Deutschen Platz drei, um am Ende mit 1.447 Punkten (und damit nur vier Zählern Vorsprung) Gold zu erringen.

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„Wir sind sehr glücklich über den Sieg“, sagt Zillekens, der sich im Einzel nicht für das Weltcupfinale der weltweit besten 36 Modernen Fünfkämpfer hatte qualifizieren können. In der Gesamtwertung lag er zwar auf Platz 14, jedoch waren drei Landsleute vor ihm platziert. Da nur drei Sportler einer Nation dabei sein können, musste sich Zillekens mit Start in der Staffel begnügen. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele, die vom 23. Juli bis 8. August in Tokio stattfinden sollen, wird es für den Osterather noch enger. Im Einzel-Wettbewerb dürfen dann sogar nur zwei Deutsche starten, eine Staffel gibt es in Japan gar nicht. Die einzige und letzte Chance, noch das Ticket für das größte Ereignis der Sportwelt zu lösen, ist Mitte Juni bei der WM in Kairo. „Dort muss ich liefern, sonst wird es wahrscheinlich nichts mit einer Teilnahme“, weiß Zillekens, der den Vielseitigkeitswettkampf seit seinem siebten Lebensjahr ausübt. Zunächst begann er mit vier Disziplinen, ehe im Alter von 13 Jahren das Reiten hinzukam, das er auf dem Gut seiner Tante in Kaarst lernte. Das Laufen trainierte er beim Osterather TV, die übrigen Sportarten beim Neusser SV. Als Achtklässler wechselte er zum OSC Potsdam, für den er bis heute antritt. 2016 hatte er sich erstmals für Olympia qualifiziert und in Rio den 21. Platz belegt. Seine Freundin Annika, mit der er zusammen in Potsdam wohnt, hat ihren Startplatz für Tokio bereits sicher. Zillekens: „Es wird sehr schwierig, aber ich hoffe, dass ich noch nachziehen kann.“