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Tennis: Auftaktniederlage für den TVO

Tennis : Auftaktniederlage für den TVO

Der TV Osterath kassierte beim Start in die neue Saison in der 2. Tennis-Bundesliga gegen den KTHC Stadion Rot-Weiß Köln eine 4:5-Heimschlappe. Lediglich Kevin Deden und Enrico Burzi entschieden ihre Einzel für sich.

Der TV Osterath steht nach der Auftaktniederlage gegen einen der direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg nun bereits frühzeitig mit dem Rücken zur Wand. "Es war klar, dass der Verlierer dieses Duells erst einmal für eine ganze Weile im Tabellenkeller feststecken wird, denn die kommenden Gegner sind allesamt extrem stark", sagte Trainer Luis Elias.

Seine Mannschaft traf vor rund 250 Zuschauern am Osterather Krähenacker auf zwei ehemalige Weggefährten, denn sowohl Kölns Nummer eins, Pavol Cervenak, als auch seine Nummer zwei, Filip Prpic, schlugen im vergangenen Jahr noch für den TVO auf. Die Wiedersehensfreude hielt sich allerdings in Grenzen, denn beide gewannen sowohl ihr Einzel als auch zusammen im Doppel.

Mit Cervenak, der unter der Woche beim ATP-Turnier in Stuttgart bis ins Viertelfinale eingezogen war, musste sich Ludovic Walter auseinandersetzen. Der Franzose spielte ordentlich, musste sich aber am Ende doch recht deutlich mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Michal Schmid kämpfte sich gegen Prpic immerhin in den Champions-Tie-Break, leistete sich in diesem aber zu viele Fehler und gab ihn mit 7:10 ab. Auch das Debüt des dritten Osterather Neuzugangs, Adam Feeney, misslang. Der Australier zog mit 5:7, 4:6 gegen Marco Pedrini den Kürzeren. Waren diese drei Punktverluste im Vorfeld zu erwarten gewesen, galt das für den von Joel Lindner nicht. Er ging als klarer Favorit in sein Match gegen Jacek Szygowski und wurde dieser Rolle im ersten Satz (6:3) auch gerecht. Fortan verlor er aber völlig den Faden und unterlag am Ende deutlich im Champions-Tie-Break. "Joel hat enttäuscht, denn diesen Zähler hatten wir fest eingeplant", sagte Elias.

Dass der TVO nach den sechs Einzeln überhaupt noch im Rennen war, hatte er Kevin Deden (7:6, 6:2 gegen Tobias Summerer) und Enrico Burzi (7:5, 6:1 gegen Oscar Otte) zu verdanken, die ihre Matches souverän für sich entschieden.

Allerdings war der 2:4-Rückstand natürlich eine denkbar ungünstige Ausgangsposition, denn die Gastgeber hätten nun alle drei Doppel gewinnen müssen, um den Spieß noch umzudrehen. "Ich rechne mir noch Chancen aus. Es wird aber alles auf das erste Doppel ankommen", vermutete Elias — und lag damit goldrichtig. Denn während Feeney/Lindner in drei Sätzen gegen Pedrini/Szygowski und Deden/Burzi in zwei Sätzen gegen Summerer/Zerhusen die Oberhand behielten, waren Walter/Schmid gegen Cervenak/Prpic auf verlorenem Posten. Jeweils ein Break pro Durchgang reichte den beiden Ex-Osterathern, um den entscheidenden fünften Punkt für Köln zu sichern. "Wir hätten im Einzel einen Zähler mehr holen müssen, dann hätte die Sache anders ausgesehen", ärgerte sich Elias.

(RP)