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Fußball: Auf der Suche nach Konstanz

Fußball : Auf der Suche nach Konstanz

Die Achterbahnfahrt des TuS Bösinghoven geht weiter. Gestern verlor der Niederrheinligist am heimischen Windmühlenweg gegen den TV Jahn-Hiesfeld mit 0:2 (0:2). Tim Heinze musste verletzt ausgewechselt werden.

Eine gute Halbzeit reichte dem TuS Bösinghoven nicht, um sich in der Tabelle an Kontrahent TV Jahn Hiesfeld heranzupirschen. Vor 260 Zuschauern unterlag das Team von Trainer Wolfgang Jeschke dem Tabellenfünften mit 0:2 (0:2). "Letztendlich war die Niederlage verdient", sagte Jeschke nach der Partie. "In dieser Liga muss man einfach mehr in ein Spiel investieren", so der oberste Übungsleiter weiter.

Hiesfeld, zuletzt nur mit drei Punkten aus fünf Spielen, begann motiviert und ließ von Beginn an erkennen, unbedingt noch einen Sieg vor der Winterpause einfahren zu wollen. Die TuS-Defensive wurde gleich unter Druck gesetzt und besonders über die rechte Seite derGäste entstand immer wieder Gefahr. Da half auch die Auswechslung des überforderten Lazarus Iliadis nur wenig. Besonders bitter für das Trainergespann der Meerbuscher: Tim Heinze musste das Spielfeld nach erst zehn Minuten verlassen. Für ihn kam der zuletzt ebenfalls angeschlagene Mehmet Yesil in die Partie. Nach 21 Spielminuten kam es zum ersten Aufreger der Partie: Aus stark abseitsverdächtiger Position gelang es dem Hiesfelder Tuncay Aksoy den Ball ins Tor zu befördern, was bei den 250 Zuschauern für Empörung sorgte.

Jeschke beurteilte die Szene nach dem Abpfiff fair und kritisierte das Schiedsrichtergespann nicht übermäßig - entgegen den üblichen Gepflogenheiten in der Branche: "So etwas kann immer passieren. Mal pfeift der Schiri für uns, mal für den Gegner." Ärgerlich sei der Rückstand und die Art und Weise des Zustandekommens aber dennoch gewesen. Nur sieben Minuten später folgte das 0:2. Torjäger Damiano Schirru netzte trocken ein. Jeschke ärgerte sich dabei über das Abwehrverhalten seines Teams: "Wir stehen einfach zu weit weg vom Gegner und bringen die anderen Mannschaften so zu leicht ins Spiel."

In der zweiten Hälfte gestaltete sich das Spiel dann aber ausgeglichener und der TuS hatte in Gestalt des ehemaligen Büderichers Kevin Dauser die Chance zum Anschlusstreffer. Doch der Angreifer scheiterte aus vier Metern mit einem Kopfball am Torhüter der Gäste und die Chance zur Wende verpuffte. "Wenn der reingeht, haben wir vielleicht noch eine Chance", sagte Jeschke. Eine weitere Möglichkeit für die Gastgeber gab es nicht mehr. Die Hiesfelder wiederum beschränkten sich größtenteils darauf, den Vorsprung zu verwalten und die drei Punkte mitzunehmen. " Wir bekommen zu viele Gegentore. In dieser Liga muss man konstant Einsatz und Leistung bringen", analysierte Jeschke.

(RP)