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Krefeld: 0:3 in Kapellen – TuS ohne Biss und Wille

Krefeld : 0:3 in Kapellen – TuS ohne Biss und Wille

Der TuS Bösinghoven verliert zum zweiten Mal in der englischen Woche. Die Abstiegsränge rücken jetzt wieder näher.

Nachdem Bösinghovens Kerim Gürdal in der 72. Minuten die Gelb-Rote Karte sah, war das Spiel zwischen seinem Team und dem SC Kapellen-Erft entschieden. "Kapellen war wirklich stark. Mit zehn Mann haben sie uns richtig gut bespielt", sagte TuS-Trainer Martin Stasch.

Vier Minuten nach Gürdals Abgang machte der SC mit einem Doppelschlag endgültig den Deckel auf die Partie und besiegelte die zweite Niederlage in Folge für Bösinghoven. "Wir haben eine schlechte Leistung geboten. Nach den zuletzt guten Spielen, ist das enttäuschend", sagte Stasch. Der Platzverweis Gürdals sei für die Schlappe aber keineswegs ausschlaggebend gewesen.

Mit der 0:3-(0:1)-Niederlage rücken die Abstiegsplätze damit für den TuS wieder näher. Nur ein Zähler trennt Staschs Mannschaft noch vom 14. Platz. In der englischen Woche wollte sie sich eigentlich ein Punktepolster erarbeiten. Doch nach dem Sieg gegen Hönnepel am vergangenen Wochenende gab es Niederlagen gegen Hamborn (2:3) und nun gegen Kapellen und somit nur drei statt neun Punkte aus den drei genannten Begegnungen.

Auch wenn Kapellen als mittlerweile Tabellenzweiter ohnehin als schwerster Gegner galt, war Stasch vom Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht. "Es fehlte eigentlich alles, was uns normalerweise auszeichnet: Biss, Leidenschaft, Einsatzwille", klagte er.

Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und hatten wesentlich mehr Ballbesitz. Mit dem Selbstvertrauen aus zuvor acht Spielen ohne Niederlage kreierten sie auch die ersten Chancen. Sven Raddatz hatte eine gute Gelegenheit, als er alleine auf TuS-Keeper Marco Schmidt zustürmte. Der Co-Trainer – aufgrund der Ausfälle von Patrick Iwersen und Oliver Haßler erneut im Kasten – vereitelte die Gefahr aber souverän. In der 34. Minute hatte er keine Möglichkeit mehr einzugreifen und musste dem Ball erstmals an diesem Nachmittag aus dem Netz fischen. SC-Rechtsverteidiger Sükrü Ak legte nach einem Vorstoß ein sehenswertes Solo hin und legte auf Eduard Ungefug ab. Der Torjäger hatte keine Probleme, zum 1:0 abzuschließen.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Bösinghovener zunächst mutiger. "Das war unsere beste Phase", meinte Stasch. Sein Team hatte durch Florian Witte die beste Gelegenheit zum Ausgleich, Kapellens Torwart Stefan Offermann zeigte aber eine Glanzparade. Mit der Einwechslung von Torjäger Bekim Kastrati setzte Stasch dann alles auf eine Karte. Der Aufschwung wurde aber jäh beendet, als Kerim Gürdal dann mit der Ampelkarte vom Platz gestellt wurde.

Mit den beiden Toren von Benjamin Schütz und Kevin Woike nahmen die Gastgeber die Spannung aus der Partie. "Wir müssen uns fragen, wieso wir in dieser Partie so wenig geleistet haben. Die Jungs dürfen sich nach guten Spielen nicht ausruhen", mahnte Stasch.

(RP)