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Meerbusch: Sorgenkind: LKW-Verkehr in Lank

Meerbusch : Sorgenkind: LKW-Verkehr in Lank

Was tut sich im Jahr 2017 im Stadtteil Lank-Latum? Welche Bauprojekte gibt es? Werden Straßen saniert oder verkehrs-beruhigt?

Während in den Stadtteilen Büderich, Osterath und Strümp etliche Bauprojekte mit ihren hohen Kränen ins Auge fallen, gibt es in Lank-Latum nur an einer Stelle größere Aktivitäten.

Im Gebiet an der Rottstraße wurde im November vergangenen Jahres der erste Spatenstich für ein neues Wohn- und Geschäftshaus getätigt, das die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) errichtet. Es steht parallel zur Uerdinger Straße und soll das dahinter liegende Wohngebiet mit Einfamilienhäusern vor Lärm und Abgasen schützen. In drei Geschossen entstehen 18 Wohneinheiten mit zwei bis vier Zimmern. Im Erdgeschoss ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Das Gebäude soll mit einer Tiefgarage mit rund 25 Stellplätzen ausgestattet werden. Zudem gibt es oberirdische Parkplätze, wobei acht als öffentliche ausgewiesen werden, um den Parkdruck in diesem Areal zu mindern. Der Gesamtkomplex wird eingegrünt, damit er sich gut in das Wohngebiet einpasst. Die Wohnungen sollen im Herbst bezugsfertig sein. Ursprünglich war dieses Grundstück für einen Neubau der Feuerwehr vorbehalten worden, aber inzwischen hat sich diese bereiterklärt, am Standort Kemperallee zu bleiben.

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Ein weiteres städtisches Grundstück, das bebaut werden könnte, liegt an der Straße "Am Alten Teich". Hierfür hat die Stadt Pläne für eine Bebauung mit einfachen Reihenhäusern für Flüchtlinge erstellt. Ob diese aber realisiert werden sollen, da die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge zurückgegangen ist, oder eine andere Bebauung in Frage kommt, entscheidet sich in der Sitzung des Planungsausschusses am 14. Februar. "Es ist auch möglich, dass die Stadt noch keine Entscheidung trifft und das Grundstück erst einmal liegenlässt", informiert der Technische Dezernent Michael Assenmacher. Das müssten die Politiker entscheiden.

Außer den beiden vorgestellten Grundstücken gibt es in Lank keine größeren Grundstücke in städtischem Besitz mehr. "Natürlich sind auf Privatgrund Baumaßnahmen möglich, wenn ein gültiger B-Plan existiert", erklärt Assenmacher. Daher hat die Stadt Zukunftsperspektiven für Lank-Latum entwickelt und neue Flächen zur Bebauung im Regionalplan beantragt. Dieser wird im Sommer verabschiedet. "Es handelt sich dabei um ein Gebiet im Nordosten von Lank zwischen Tannenstraße und Lohweg", so der Beigeordnete. Wird dieser Wunsch der Stadt genehmigt, müssen Flächennutzungs- und B-Pläne erstellt werden. Eine Bebauung wäre dann ab 2019 möglich.

Eine weitere Baumaßnahme, die ins Auge fallen wird, beginnt im Zentrum von Lank nach dem Schützenfest: die Erneuerung der Kemperallee. Es handelt sich um eine Grundsanierung, bei der auch der Untergrund neu aufgebaut wird. Nachdem man zunächst davon ausgegangen war, dass lediglich die Fahrbahn stark renovierungsbedürftig sei, stellte sich später heraus, dass auch der Fußweg erneuert werden muss. "Als wir zur Erstellung der Ausschreibung nähere Untersuchungen durchgeführt haben, haben wir gemerkt, dass die Randsteine nicht in einem Mörtelbett, sondern lediglich in Erde liegen und daher bei der Sanierung wegkippen würden", erläutert Michael Assenmacher. Es sei sinnvoll, dann nicht nur die Kante, sondern den gesamten Bürgersteig zu erneuern. Insgesamt wird sich am Aussehen und dem Verlauf der Straße wenig ändern. Die Bäume sollen, soweit möglich, stehenbleiben. Lediglich für die Einmündung in die Hauptstraße gibt es neue Überlegungen. Um dem Radverkehr mehr Freiraum zu geben, könnte der gesamte Kreuzungsbereich in eine "Shared- Space-Fläche" umgewandelt werden. Konkrete Pläne gibt es jedoch noch nicht.

Sorgen macht dem Dezernenten der LKW-Verkehr auf der Uerdinger Straße. Nachdem Bauhaus seine Europazentrale in den Krefelder Hafen verlegt hat, hat nun auch Amazon dort Hallen angemietet. "Wir müssen verhindern, dass der Lieferverkehr über Lank abgewickelt wird", sagt Michael Assenmacher. Er will Kontakt zu Polizei und Kreis Neuss aufnehmen, um Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln, die über das Durchfahrtsverbot hinausgehen oder helfen, dieses durchzusetzen. "Wir werden alles dafür tun, dass der Krefelder Verkehr auf Krefelder Gebiet verläuft", sagt der Technische Dezernent der Stadt. Dazu gehöre auch, dass keine neue Straße durch den Latumer Bruch gebaut werde, sondern der Hafenverkehr nach Norden abfließen müsse.

(RP)