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Meerbusch: So soll der Böhler-Park aussehen

Meerbusch : So soll der Böhler-Park aussehen

Der geplante neue Stadtteil im Süden Büderichs ist das Vermächtnis des Düsseldorfer Architekten und Stadtplaners Jürgen Overdiek. Unsere Zeitung stellt seine Pläne vor. Nächsten Monat setzt sich in Wien die Projektgruppe der Böhler AG zusammen, die das neue Viertel vermarkten soll.

Büderich Klare geometrische Formen, viel Glas, viel Licht — so sehen die Entwürfe für die Wohnbebauung im Böhler-Park aus. An der Stadtgrenze zu Düsseldorf-Heerdt, entlang der Düsseldorfer Straße, eingeschlossen von Hoxdelle und Bählerstraße, soll ein eigener neuer Stadtteil entstehen. Die Doppelhäuser haben ein leicht geneigtes Pultdach, verfügen über Dachterrassen. Alle Häuser blicken nach Süd-West — umgeben von einer 46.000 Quadratmeter großen Parkanlage.

In einem zweiten Schritt sollen 30 Büro- und Gewerbebauten mit insgesamt 162 500 Bruttogeschossfläche gebaut werden. Foto: Kai 18 Projekte

"Die variable Parzellierung der Baugrundstücke schafft eine abwechslungsreiche und vielfältige Gesamtanlage auf einer Fläche von 35 500 Quadratmetern", sagte der Düsseldorfer Architekt und Städteplaner Jürgen Overdiek, als er den Masterplan im Jahr 2006 vorstellte.

In einem ersten Schritt wird jetzt die Wohnbebauung vermarktet. Auf einer Fläche von 35 500 Quadratmetern sollen 157 Wohneinheiten entstehen. Neben Doppelhäusern – sie zeigt unser Bild – sind auch Reihenhäuser in drei bis fünf Einheiten und frei stehende Einfamilienhäuser geplant. Foto: Kai 18 Projekte

Drei Jahre zuvor hatte sich der mit zahlreichen Architekturpreisen Ausgezeichnete, dessen Firma Ingenhoven Overdiek unter anderem das Düsseldorfer Stadttor gestaltete, selbstständig gemacht — um sich mehr auf Stadtplanung konzentrieren zu können. Dazu gründete er die Firma Kai 18. "Ingenhoven Overdiek hatte damals 125 Mitarbeiter. Da stand ich nur noch im Dienst der Sache und konnte nicht mehr künstlerisch arbeiten. Jetzt kann ich mit meinen 30 Mitarbeitern komplexe städtebauliche Projekte entwickeln. Das ist mein Ding", sagte Overdiek in einem Interview mit der "Immobilien-Zeitung". Doch die Realisierung des Böhler-Parks sollte er nicht mehr erleben. Der Stadtplaner kam im Februar 2007 bei einem Autounfall ums Leben, mit 52 Jahren. Der Böhler-Park ist sein Vermächtnis.

In Wien, in der Firmenzentrale der Böhler AG, tritt in wenigen Wochen eine dreiköpfige Projektgruppe zusammen, die das neue Viertel vermarkten soll.

(RP/rl)