Meerbusch: Shoppen im alten Huma-Park

Meerbusch: Shoppen im alten Huma-Park

Der Projektentwickler ECE hat aus dem alten Huma-Park ein schickes Einkaufszetrum gemacht – nur etwa zehn Auto-Minuten von Büderich entfernt. Noch haben die Meerbuscher den Konkurrenten nicht auf der Rechnung.

Der Projektentwickler ECE hat aus dem alten Huma-Park ein schickes Einkaufszetrum gemacht — nur etwa zehn Auto-Minuten von Büderich entfernt. Noch haben die Meerbuscher den Konkurrenten nicht auf der Rechnung.

Keine vier Kilometer von der Meerbuscher Stadtgrenze entfernt hat ein Einkaufszentrum eröffnet, ganz ähnlich den Düsseldorf Arkaden in Bilk: das Rheinpark-Center Neuss an der Breslauer Straße. Noch sind nicht alle Shops im alten Huma-Park bezogen.

Doch die großen Ankermieter Real, Saturn und Peek & Cloppenburg sowie 29 weitere kleine Shops sind schon da. Hussel, die Parfümerie Becker, Triumph-Wäsche und der Juwelier St. George bieten ihre Waren an. Apollo-Optik sorgt für den Durchblick und Tchibo für den Kaffee zwischendurch. Das Sortiment ist schon jetzt breit gefächert. Bis zum Frühjahr 2011 sollen dort 140 Händler ihre Waren anbieten. "Wir setzen auf Marken", sagt Center-Manager Michael Kropp. "Damit bewegen wir uns in einem mittleren Preissegment."

15 Minuten zum Shoppen

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630 000 Kunden will das Center erreichen. Die Meerbuscher gehören auch dazu. "Wir rechnen in Fahrkreisen von fünf, 15 und 30 Minuten", erläutert Kropp. Wichtig sei, dass kein Fluss dazwischen ist. Von Büderich aus ist das Center in fünf bis 15 Minuten zu erreichen. Doch dort haben die Kunden das neue Einkaufszentrum offenbar noch nicht auf der Rechnung. "Center? In Neuss?" Werner Jung, Vorsitzender der Werbe- und Interessengemeinschaft Büderich (WuI) kennt das neue Projekt der ECE-Gruppe noch nicht. Er glaubt allerdings nicht, dass es Büdericher nach Neuss zieht. "Die meisten kaufen in Düsseldorf ein."

Marcel Winter, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Meerbuscher Werbegemeinschaften, hat das Center auch nicht auf dem Plan. Aber er weiß, dass "die Studie, die wir zusammen mit der Universität Duisburg gemacht haben, belegt, dass Kaufkraft aus Büderich sowohl nach Düsseldorf als auch nach Neuss fließt. Auch die Lanker, die ehemals nach Krefeld orientiert waren, kaufen in der Seidenstadt nicht mehr gern ein.

Das Angebot sei nicht mehr interessant", sagt Winters Statistik. Viele, auch die Osterather, würden in Neuss einkaufen. Insgesamt sei jedoch eine Grenze erreicht. "Der Kaufkraft-Abfluss aus Meerbusch ist enorm." Meerbuschs Wirtschaftsförderer Klaus Malinka sieht das ähnlich. "Jede Biene sticht", weiß er um die Attraktivität neuer Angebote. Ihn ärgert der ohnehin schon hohe Abfluss von Kaufkraft.

"Wir nehmen niemandem etwas weg", versichert hingegen Kropp, der die Befürchtungen der Neusser und Düsseldorfer Einzelhändler kennt. Bis zum Frühjahr 2011 plant er, das Center komplett vermietet zu haben: C&A, Esprit, S. Oliver und andere Marken hat er schon auf seiner Liste. "Wir sind keine zweite Kö", sagt er mit Blick auf die Büdericher. Aber wir haben mit Schmuck, Kleidung und Accessoires ein breites Angebot, das einen Großteil der Menschen anspricht."

(RP)