Senior aus Meerbusch baut Unfall auf der Kö und flieht

Prozess vor dem Düsseldorfer Amtsgericht : 82-jähriger Meerbuscher vor Gericht

Unfallflucht: Senior will Strafbefehl nicht akzeptieren

Eigentlich war der Fall abgeschlossen. Doch weil der Unfallfahrer, ein 82-Jähriger aus Meerbusch, seinen Strafbefehl nicht akzeptieren wollte, muss er sich nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht verantworten.

Der Angeklagte war am 5. Mai auf der Königsallee in Düsseldorf aufgefallen, nachdem er gegen 10.50 Uhr mit seinem Daimler beim Rückwärtsausparken gegen die hintere rechte Stoßstange eines VW gestoßen war. Dadurch sei ein Schaden in Höhe von 1023,82 Euro entstanden. „Obwohl der Angeklagte den Unfall bemerkt habe, sogar nach vorne habe setzen müssen, um aus der Parklücke zu kommen, habe er sich mit dem Fahrzeug von der Unfallstelle entfernt, ohne zuvor die erforderlichen Feststellungen zu ermöglichen“, heißt es in der Anklageschrift des Gerichts. Das Amtsgericht erließ daraufhin einen Strafbefehl wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und setzte eine Geldstrafe von 35 Tagessätzen zu je 40 Euro fest. Außerdem sollte der Senior eine Geldbuße von 35 Euro zahlen. Ihm wurde der Führerschein für zwei Monate entzogen. Gegen diesen Strafbefehl hat der Angeklagte Einspruch eingelegt, so dass es am Donnerstag um 10.40 Uhr zu einem Prozess kommt.