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Meerbusch: Schulleiter verärgert

Meerbusch : Schulleiter verärgert

Schulleiter sind darüber irritiert, dass sie im Arbeitskreis des Rates, der über die künftige Schulentwicklung in Meerbusch redet, nicht vertreten sind. Freude hingegen beim SSV Strümp: Die neue Umkleide ist bewilligt.

Zwischen einigen Schulleitern und der Politik knirscht es vernehmlich. Dabei geht es um die Frage, ob die Schulen bei der vertraulichen Diskussion der Politik um die Entwicklung der Schullandschaft in Meerbusch mit am Tisch sitzen dürfen oder nicht. Die Entscheidung im Schulausschuss war eindeutig: Im neu gebildeten Schul-Arbeitskreis werden nur Vertreter der Politik über Schulentwicklung reden. Meerbuschs Bildungseinrichtungen sollen an den (nichtöffentlichen) Runden nicht teilnehmen. Schulleiter werden nur eingeladen, wenn sie zur Beantwortung von Fragen nötig sind. Lediglich die UWG hatte die Hinzuziehung von Schul-, beziehungsweise Elternvertretern befürwortet.

"Diese Entscheidung hat die Meerbuscher Schulleiter sehr irritiert", erklärte Mataré-Rektor Jörg Winterwerb im Schulausschuss. Es stelle sich die Frage, welche Bedeutung die Politik überhaupt den Schulen bei der Entscheidung über ihre Zukunft beimesse. Die Ausschussvorsitzende Renate Kox (CDU) erwiderte, dass der Arbeitskreis am effektivsten arbeite, wenn er möglichst klein gehalten werde. "Außerdem haben wir noch nie an den Schulen vorbei entschieden", so Kox.

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Auf der Tagesordnung des Arbeitskreises dürften sich angesichts sinkender Schülerzahlen und des Trends zum Abitur einige heiße Eisen finden: So dürfte es um die Zukunft der Osterather Hauptschule gehen und die Frage, ob Meerbusch eine Gemeinschaftsschule schaffen soll. Auch die Möglichkeit von Grundschulschließungen dürfte dabei zur Sprache kommen. Der Erziehungswissenschaftler Dr. Ernst Rösner hatte am Mittwoch in einem viel beachteten Vortrag bereits den "Tod der Hauptschule" prognostiziert (RP berichtete) und reichlich Argumente für eine "bedarfsgerechte" Gemeinschaftsschule geliefert. CDU, FDP, SPD und Grüne entsenden nun je zwei Vertreter in den neuen Arbeitskreis, UWG und Zentrum jeweils einen. Hinzu kommt noch Ratsherr Hans-Werner Schoenauer (parteilos).

Ein weiteres Thema war die geplante Umkleide für den Strümper Sportplatz. Zur Freude von SSV-Präsident Karl-Heinz Rütten gab der Ausschuss mit breiter Mehrheit (gegen die Stimmen der FDP) grünes Licht für den Bau am Rand des künftigen Kunstrasenplatzes (nahe des Mönkeswegs). Die Arbeiten sollen 1,03 Millionen Euro kosten. Die im Februar vorgestellte Planung hätte noch 1,25 Millionen Euro gekostet.

Der neue Bau ist etwa zehn Prozent kleiner als der Februar-Entwurf, die Ausstattung wurde leicht abgespeckt. "Eine optimale, aber nicht die optimalste Lösung", so Stadtsportverbands-Chef Mike Kunze (CDU).

(RP)