1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Schulen sollen beim Stadtradeln mitmachen

Meerbusch : Schulen sollen beim Stadtradeln mitmachen

Die Stadtverwaltung macht sich Hoffnung auf den ersten Platz im Rhein-Kreis Neuss bei der diesjährigen Stadtradel-Aktion. Zum Auftakt gibt es zum ersten Mal eine Radtour durch Meerbusch bei Nacht.

Im vergangenen Jahr lief es für Meerbusch gut: Beim Stadtradeln landete die Kommune in der Kreiswertung auf Platz zwei hinter Dormagen. 200 Bürger hatten mitgemacht und zusammen 57.365 Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt. Warum es nur für Silber reichte, weiß Dana Frey, Abteilungsleiterin Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt. "In Dormagen machen ganz viele Schulen mit", sagt sie. Bisher war das in Meerbusch nicht der Fall, doch in diesem Jahr will die Verwaltung die Schulleiter dafür begeistern, die Aktion zu unterstützen. Denn: "Schüler fahren doch sowieso sehr viel Rad", sagt Frey. Da sei es doch nur schade, wenn die Kilometer nicht registriert würden.

Helfen soll da eine App. Die ist neu beim Stadtradeln. Mit dem Smartphone können so die gefahrenen Kilometer einfach nachgehalten werden. Für Jugendliche könnte das die Teilnahme einfacher machen, hofft die Stadt.

Die Aktion Stadtradeln beginnt im Rhein-Kreis Neuss am 8. Juni und endet drei Wochen später am 28. Juni. In dieser Zeit zeichnen alle Teilnehmer ihre gefahrenen Kilometer auf - die Kommune, die am Ende die meisten Kilometer gefahren ist, gewinnt. Die Aktion dient dem Klimaschutz und der Radverkehrsförderung. Meerbusch ist dieses Jahr zum sechsten Mal dabei.

  • Begeisterter Radler: Norbert Wrobel von den
    Wettbewerb mit Rommerskirchen : „Stadtradel-Star“ Norbert Wrobel sucht noch Mitfahrer
  • Die Animation zeigt eine mögliche Variante
    Mobilität in Meerbusch : Wie Politik und Verwaltung den besten Trassenverlauf für die U81 finden wollen
  • Ingo Endemann aus Meerbusch hatte in
    Meerbuscher Gast in TV-Kochschow : Meerbuscher Hobbykoch bei der „Küchenschlacht“ dabei

Was noch fehlt, ist ein Stadtradel-Star, der mit gutem Beispiel vorangeht und sich drei Wochen lang verpflichtet, komplett auf das Auto zu verzichten. Bestenfalls sollte das jemand sein, der in der Stadt bekannt ist. Im vergangenen Jahr hatte Norbert Münks, Sparkasse Lank, dieses Amt übernommen. Auch bei schlechtem Wetter radelte Münks jeden Tag zur Arbeit. Dana Frey hat für dieses Jahr schon einen Favoriten ins Auge gefasst: Sie will den Technischen Beigeordneten Michael Assenmacher überreden, Stadtradel-Star zu werden. Der will sich das aber noch mal in Ruhe überlegen.

Einen besonderen Auftakt hat sich die Stadt für die Aktion überlegt: die erste Meerbuscher Rad-Nacht. Eine abendliche gemeinsame Radtour soll die Meerbuscher aus den unterschiedlichen Ortsteilen zusammenbringen. Etwa 20 Kilometer führt die Runde durch fast alle Ortsteile. "Das Besondere ist, dass auf dieser Strecke keine Autos unterwegs sein werden", sagt Dana Frey. Dafür sorgt eine Polizei-Eskorte, die die Teilnehmer begleiten wird. Treffpunkt ist am 8. Juni der Hallenbadpark in Büderich. Ab 19 Uhr radeln die Teilnehmer los, etwa 1,5 Stunden soll die Tour dauern. Über Strümp geht es durch Langst-Kierst nach Ilverich, Nierst, nach Lank-Latum und über Strümp und Osterath zurück nach Büderich. Eine Trinkpause wird es nach der Hälfte der Strecke geben. Am Ende der Runde gibt es Currywurst und Getränke, erzählt Alexandra Schellhorn vom Stadtmarketing.

Die Stadtverwaltung hofft, dass das neue Angebot viele Meerbuscher anspricht: "Wenn hundert oder mehr Bürger mitmachen, sind wir sehr zufrieden", sagt Michael Assenmacher. Anmelden müssen sich die Meerbuscher dafür nicht: "Wer Lust hat, mitzufahren, kann einfach zum Treffpunkt kommen", sagt Dana Frey. Dort bekommen alle Teilnehmer eine gelbe Warnweste mit dem "Meerbusch radaktiv"-Logo. Und dann kann es auch schon losgehen. Die Radtour ist für die ganze Familie gedacht: Kinder ab zehn Jahren dürfen in Begleitung von Erwachsenen teilnehmen.

Inspiriert hatte die Meerbuscher Verwaltung die Düsseldorfer Rollnacht. Mehrere Tausend Inline-Skater treffen sich dort regelmäßig und fahren auf autofreien Straßen durch die Stadt. Bei jeder Rollnacht steuern die Skater ein anderes außergewöhnliches Ziel an. Auch darüber hatte die Stadtverwaltung nachgedacht, sich aber letztlich dagegen entschieden. Beim ersten Mal soll es nur ums Radfahren gehen. Kommt die Aktion an, wäre das eine Überlegung fürs nächste Mal.

(tak)