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Meerbusch: Schule schließt spätestens 2016

Meerbusch : Schule schließt spätestens 2016

Der Beschluss, die Barbara-Gerretz-Schule auslaufen zu lassen, wirft Fragen auf: Wann schließt die Grundschule tatsächlich? Sollen die letzten Klassen in zwei Jahren in einer ansonsten leeren Schule unterrichtet werden? Entscheiden muss die Schulaufsicht des Rhein-Kreises.

OSTERATH Wie geht es mit der Barbara-Gerretz-Schule weiter, nachdem der Schulausschuss das Aus beschlossen hat? Zunächst muss noch der Stadtrat am 28. Juni zustimmen (17 Uhr, Meerbusch-Gymnasium). Doch an der Mehrheit für die Schließung wird sich kaum noch etwas ändern. Ende August werden zum letzten Mal i-Dötzchen an der Fröbelstraße eingeschult. Die Kinder werden Zeugen eines Schrumpfungsprozesses werden: Ab 2013 wird die städtisch-katholische Schule durch den Abgang der jeweiligen Viertklässler jedes Jahr um eine Stufe kleiner. Und weniger Klassen heißt automatisch auch weniger Lehrer. Im Sommer 2016 werden die diesjährigen Erstklässler ihre Grundschulzeit beenden.

Kernfrage ist, wann die Schule endgültig geschlossen wird. Der Ausschuss hat beschlossen, die Schule so lange weiterbestehen zu lassen, "wie ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb aufrechterhalten werden kann". Konkret heißt das, dass noch genügend Fachlehrer vorhanden und Vertretungen sichergestellt sein müssen. "In einer auslaufenden Schule darf die pädagogische Qualität nicht leiden", unterstreicht Detlef Krügel, Bereichsleiter Schule bei der Stadtverwaltung. Die Entscheidung, ob "ordnungsgemäßer Schulbetrieb" noch gewährleistet ist, liegt bei der Schulaufsicht des Rhein-Kreises. Um das reibungslose Weiterlaufen des Unterrichts zu gewährleisten, kann die Schulaufsicht auch eine Kooperation von Gerretz- und der benachbarten Eichendorffschule anordnen. Eichendorff-Lehrer könnten dann Stunden an der Gerretzschule geben. Schuldezernentin Angelika Mielke-Westerlage sichert zu, dass die Stadt nicht auf eine vorzeitige Räumung des Schulgebäudes drängen wird: "Von uns aus können Klassen bis zum Ende in dem Gebäude bleiben. Auf ein Jahr mehr oder weniger kommt es nicht an". Auch die Eltern hätten da ein Wort mitzureden. Die Entscheidung liege letztlich bei der Schulaufsicht des Kreises.

Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass zumindest die Schüler des letzten Jahrgangs der Gerretz-Schule ihren Unterricht nicht in einem ansonsten leeren Schulhaus erhalten, sondern von den verbliebenen Lehrern in Räumen der Eichendorffschule unterrichtet werden. Auf die Politik kommt auch noch die Frage zu, wie viel Geld eigentlich noch in Sanierungen des Gebäudes fließen soll.

Spannend wird die Frage, was mit dem Grundstück passiert. Das Schulgebäude steht derzeit nicht unter Denkmalschutz und könnte abgerissen werden. Die Fläche nahe des Osterather Ortskerns gilt als attraktives Filetgrundstück.

(RP)