Meerbusch: Schulbus-Ärger: Wurde der falsche Fahrer befragt?

Meerbusch: Schulbus-Ärger: Wurde der falsche Fahrer befragt?

Die Suche nach dem Busfahrer, der vergangene Woche die zehn Jahre alte Emilia aus dem Schulbus geschickt haben soll, geht weiter. Die Schülerin hatte am Dienstag ihren Vater von Nierst aus angerufen, nachdem der Busfahrer sie aus dem Bus geschickt haben soll - vier Kilometer vor ihrer eigentlichen Haltestelle in Ilverich.

Laut Eckhard Lander, Sprecher der Rheinbahn, sei noch nicht zweifelsfrei geklärt, ob der bisher betrachtete Bus der richtige sei. "Wir haben uns noch mal gefragt, ob wir den richtigen Fahrer befragt haben", so Lander. Die Tachoscheibe des untersuchten Busses passe zwar zur Fahrstrecke, aber ob Emilia tatsächlich in diesem oder doch einem früheren oder späteren Bus saß, ließe sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht einwandfrei sagen. Einige Busse seien bereits mit Systemen zur Aufzeichnung von Ein- und Ausstiegen ausgerüstet, infrage kommende Busse würden überprüft.

Die Anweisungen für die Fahrer seien aber eindeutig: Bevor jemand auf die Straße gesetzt werden darf, muss der Fahrer klären, dass die Person auch weiterkommt. Von Andreas Lauwigi hätte sich Lander gewünscht, dass dieser zuerst persönlich Kontakt mit der Rheinbahn aufgenommen hätte, bevor er damit über die Rheinbahn-Facebookseite und die Presse an die Öffentlichkeit geht.

(chal)