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Schulausschuss legt Zahlen zu Anmeldungen an Meerbuscher Schulen dar

Schulen in Meerbusch : Weiterführende Schulen erreichen Kapazitätsgrenze

Die Gesamtschule und die Gymnasien in Meerbusch sind ausgelastet. Die kommenden Abiturjahrgänge werden größer als in den vergangenen Jahren, sagt Fachbereichsleiterin Ute Piegeler im Schulausschuss.

Mit dem Start der Sommerferien verlassen insgesamt 515 Schüler die vierten Klassen der Meerbuscher Grundschulen, hiervon 489 mit Wohnsitz in Meerbusch. Diese konnten sich im Februar an den weiterführenden Schulen in Meerbusch oder in der Umgebung anmelden. Nun liegen die genauen Zahlen vor. Fachbereichsleiterin Ute Piegeler erläuterte im Schulausschuss, wie es konkret weitergehen soll.

An der Maria Montessori-Gesamtschule lagen Anfang Juni 105 Anmeldungen vor. „Inzwischen ist das Kontingent von 111 Plätzen aber ausgeschöpft“, ergänzte Piegeler. Es werden vier Eingangsklassen gebildet. An der Städtischen Realschule haben sich 65 Schüler angemeldet, woraus drei Klassen entstehen. Erfahrungsgemäß steigt die Schülerzahl, wenn Kinder nach der Erprobungsstufe von den Gymnasien zur Realschule wechseln. Dafür sei ausreichend Luft, so Piegeler.

Die meisten Schüler haben sich an den Gymnasien angemeldet. Das Mataré-Gymnasium in Büderich erwartet 126 Schüler in fünf Klassen. Am Städtischen Meerbusch-Gymnasium in Strümp haben sich sogar 156 Kinder angemeldet. Da die Schule fünfzügig angelegt ist und pro Klasse höchstens 30 Kinder zulässig sind, musste das Los entscheiden. Sechs Kinder wurden abgewiesen. Da manche Eltern ihre Kinder auch an auswärtigen Schulen anmelden, ist es möglich, dass sowohl die Realschule als auch das Mataré-Gymnasium weiteren Zulauf bekommen, wenn diese dort wegen Platzmangels nicht angenommen werden.

Insgesamt ergibt sich das Bild, dass die Meerbuscher weiterführenden Schulen an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen. Gesamtschule und Gymnasien sind ausgelastet. „Die kommenden Abiturjahrgänge werden größer als in den vergangenen Jahren, als die Schulen teilweise nur vier Züge hatten“, erklärte Piegeler. Da durch neue Baugebiete weitere junge Familien zuziehen werden, müsse diese Situation im Auge behalten werden, regte Michael Billen (SPD) an. Mittelfristig sei es notwendig, die Gymnasien zu erweitern und weitere Fachräume zu schaffen.