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Das Wochenende: Schützen feiern mit allen Bürgern

Das Wochenende : Schützen feiern mit allen Bürgern

Die St.-Martinus-Schützenbruderschaft Langst-Kierst musste drei Jahre auf das Schützenfest warten — am Wochenende hat das Warten ein Ende. Beim Fest steht die Dorfgemeinschaft im Mittelpunkt

Langst-Kierst wandelt sich - das haben auch die Schützen um Präsident Ludwig Hanebrink gemerkt. Der Wandel hat die Schützen zum Umdenken bewogen. Die Schlussfolgerung der St.-Martinus-Schützenbruderschaft Langst-Kierst: Wenn morgen das Schützenfest beginnt, soll diesmal die Dorfgemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

"Von der traditionellen Disko sind wir nach knapp 30 Jahren abgerückt", berichtet Vorstandsmitglied Peter Niebels. Stattdessen beginnt um 20 Uhr im Zelt an der Ilvericher Straße ein gemütlicher Dorfabend. In heller und gelassener Atmosphäre wollen die Schützen - an diesem Abend noch in ziviler Kleidung - besonders auch die Neubürger des Ortes ansprechen. Musik, Tanz und gute Gespräche sollen ihnen den Weg in die Dorfgemeinschaft öffnen, so umreißt der Schützenpräsident Ludwig Hanebrink die Idee vom ersten gemeinsamen Abend für alle.

Am Samstag lädt das Königshaus um Hans-Jakob "Köbi" I. und Hildegard Brocker um 18.30 Uhr zum Biwak in die Königsresidenz ein. Von dort geleitet die St.-Martinus-Bruderschaft den König im Triumphzug zum Festzelt. Beim Eröffnungsball wird es die ersten Ehrentänze geben.

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Zum Gottesdienst in der St.-Martin-Kapelle zieht es die Schützen immer am Sonntagmorgen (9.15 Uhr). Danach gedenken die Schützenbrüder ihrer Verstorbenen, indem sie einen Kranz am Ehrenmal niederlegen.

Kurz darauf hat eine Nachwuchskompanie Premiere: Die etwa 15 Jungen und Mädchen zwischen fünf und zehn Jahren sind zum ersten Mal bei der Frühparade (10.30 Uhr) vor der Kapelle dabei. Große und kleine Schützen stärken sich anschließend bei kühlen Getränken im Festzelt. Beim anschließenden Familienfrühschoppen werden verdiente Schützen ausgezeichnet.

Frisch gestärkt treten die Schützen nach der Mittagspause zum Festzug an. Ab 15 Uhr ziehen die Kompanien unter dem Kommando von General Franz-Josef Münker durch die mit Wimpeln und Girlanden geschmückten Straßen des Dorfes. Die große Parade auf der Ilvericher Straße ist der letzte Höhepunkt des Tages, der anschließend im Festzelt allmählich ausklingt.

Die Ereignisse des Tages sind beim Frühschoppen am Montagmorgen (10.30 Uhr) Thema bei geselligen Runden - im Hintergrund ist Blasmusik zu vernehmen. Erst am Abend um 19 Uhr folgt der kleine Umzug durch Langst-Kierst. Beim Königs-Gala-Ball ab 20 Uhr werden zahlreiche Gäste erwartet. Traditionell kommen die Bruderschaften und Schützenvereine der Umgebung dort zusammen, um dem Königshaus zur Regentschaft zu gratulieren.

Der Große Zapfenstreich ist der musikalische Höhepunkt des Tages und zugleich Schlusspunkt des offiziellen Teils.

Am Dienstag gehört das Zelt wieder der kompletten Dorfgemeinschaft. Nachbarn, Schützenzüge und Königshaus lassen das Schützenfest ab 20 Uhr beim Rheinischen Abend in aller Gemütlichkeit ausklingen.

(RP)