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Schülerin aus Meerbusch geht als Jugendbotschafterin in die USA

Jugendbotschafterin in den USA : Bürgermeister und Abgeordneter verabschieden Stipendiatin

Julie Blumenrath aus Strümp wurde von Bundestagsmitglied Ansgar Heveling für das Parlamentarische Partnerschaftsprogramm ausgewählt.

(dsch) Ein Jahr lang wird Julie Blumenrath im US-Bundesstaat Maryland verbringen. Die 15-jährige Strümperin wird dort zur Schule gehen – gefördert durch die deutsche Bundesregierung. Denn Blumenrath ist als Jugendbotschafterin des Parlamentarischen Partnerschaftsprogramms (PPP) ausgewählt worden, einem Stipendium des Bundestages, welches die Zusammenarbeit zwischen den USA und Deutschland fördern soll.

Seit Anfang der 1980er Jahre existierte das PPP als Kooperation zwischen Bundestag und dem amerikanischen Kongress. Es wurde als Erinnerung an die ersten deutschen Auswanderer in die Vereinigten Staaten – von denen auch viele vom Niederrhein kamen – ausgeschrieben. Die Bundestagsabgeordneten können aus ihren jeweiligen Wahlkreisen je einen Schüler auswählen, dessen Auslandsjahr finanziert und von einem Vorbereitungsprogramm sowie verschiedenen zusätzlichen Aktivitäten vor Ort begleitet wird.

Julie Blumenrath hat sich in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren – zu dem neben Vorträgen und Interviews auch ein Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten gehört – gegen ihre Konkurrenz durchgesetzt. Auch aus den USA werden Schüler durch das PPP nach Deutschland kommen. Blumenrath muss in den USA unter anderem soziale Arbeit leisten und Vorträge vor anderen Schülern über ihre Heimat halten. „Der ganze Prozess hat fast ein Jahr gedauert“, so die Schülerin, sichtlich froh, ausgewählt worden zu sein. Dass sie ein Jahr im Ausland verbringen wollte, war für die Mataré-Schülerin schon lange klar – dass es die USA wurden, entschied sie letztlich auch wegen des Stipendiums.

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Ende August geht es los für Julie Blumenrath, jenseits des Atlantik wird die Meerbuscherin in der 600-Seelen-Gemeinde Oakland leben, gemeinsam mit drei Gastschwestern, einem Hund und Hühnern – ihr Gastvater war früher als Soldat in Deutschland stationiert.

Für die Gegenbesuche der US-Schüler werden Gastfamilien – auch kinderlose oder gleichgeschlechtliche Paare sowie Alleinstehende – gesucht. Die Gäste erwarten kein Besuchs-, Reise- oder Unterhaltungsprogramm. Weitere Infos gibt es beim Verein Give, per Mail unter : sk@give-highschool.org oder telefonisch: 06201 9592702.