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Meerbusch: Schiff beschädigt Anleger: Fähre muss pausieren

Meerbusch : Schiff beschädigt Anleger: Fähre muss pausieren

Die für Sonntag geplante Wiederaufnahme des Fährbetriebs zwischen Langst-Kierst und Düsseldorf-Kaiserswerth nach der Winterpause muss auf Sonntag, 12. Februar, verschoben werden. Das teilt der Fährbetrieb Schäfer mit. Grund sind Beschädigungen am Fähranleger auf Kaiserswerther Seite. Am 11. Januar gegen 20 Uhr hatte sich die "Rheintank", ein mit 1700 Tonnen Benzin beladenes, 100 Meter langes Schiff, bei Hochwasser auf der Fährrampe festgefahren (RP berichtete). Ursache war offenbar ein Fahrfehler der Besatzung. Daraufhin ließen Wasserschutzpolizei und Schifffahrtsamt 400 000 Liter Kraftstoff abpumpen. Gegen 5 Uhr am folgenden Morgen kam das Schiff wieder frei und konnte seine Fahrt nach Köln fortsetzen. Zum Glück für die nahen Ortsteile Langst-Kierst und Nierst schlug das Tankschiff bei dem Unfall nicht leck. Es wurde kein Benzin freigesetzt.

Der Belag des Anlegers wurde auf mehreren dutzend Quadratmetern aufgerissen. Wo normalerweise Autos auf glattem Asphalt auf die Fähre rollen, liegt nun das aus aufgeschütteten Steinen bestehende Fundament der Rampe frei. "Eigentlich sollten die Schäden bereits behoben sein. Aber ein weiteres Hochwasser und der Frost machten eine Reparatur bisher unmöglich", so Fährmann Hajo Schäfer. Er hat die Schäden auf der Homepage seines Betriebs mit Fotos dokumentiert. Dazu sei dann noch das Problem gekommen, dass zunächst geklärt werden musste, wer überhaupt die Reparatur in Auftrag geben darf, da der Fährbetrieb die Rampen vom Land gepachtet hat. Zwischen Langst-Kierst und Kaiserswerth verkehrt (außer um die Jahreswende) die Auto- und Fußgängerfähre "Michaela II".

(RP)