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Saisonstart auf dem Campingplatz in Meerbusch

Rheincamping in Langst-Kierst : Camper von Langst-Kierst sind wieder da

Ab heute ist der Campingplatz wieder geöffnet. Die ersten Dauercamper haben ihre Wagen schon aufgebaut. Die Buchungslage für die nächsten Monate ist schon jetzt sehr gut. Es gibt einige Neuerungen.

Jakob (81) und Rosi (72) Straubl leben eigentlich in Krefeld. Aber wirklich nur eigentlich. Und das nur im Winter. Denn so richtig ist der Rheincamping-Platz in Langst-Kierst ihr Zuhause.  Und den haben sie in den letzten Tagen wieder in Beschlag genommen. Der Wohnwagen steht, das Vorzelt ist aufgebaut, ein Seemannstau drumherum gespannt, Stühle und Tische stehen ebenfalls schon – und vermutlich liegt auch das Angelzeug schon bereit. Denn Jakob Straubl ist passionierter Angler und sitzt den Sommer über am Rheinufer. Seine Frau hat vor zehn Jahren ebenfalls den Angelschein gemacht, so dass sie beide dem Hobby nachgehen können. Natürlich wird dann abends der Fang auch in der Campingküche gebrutzelt und verspeist. Ehepaar Straubl, das sich vor 17 Jahren auf einem holländischen Campingplatz kennen gelernt und vor zehn Jahren geheiratet hat, waren jetzt mit die ersten Dauercamper, die ihren Platz für die neue Saison bezogen haben. Markus Brix und Rainer Breitbach sind die Betreiber des 3,8 Hektar großen Platzes mit dem schönen Namen Rheincamping. Denn näher als dieser Platz liegt kaum einer am Rhein.

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300 Plätze gibt es dort insgesamt, 100 sind von Dauercampern belegt. Und die anderen 200 sind reichlich nachgefragt. „Die Buchungslage für das ganze Jahr ist jetzt schon ziemlich gut“, sagen die beiden. Selbst der Neu-Apostolische Kirchentag Ende Mai in Düsseldorf sorge für zahlreiche Buchungen. Die Caravan-Messe im August sowieso, aber auch über den ganzen Sommer ist der Platz am Rhein beliebtes Ziel für Touristen. rund 15.000 Übernachtungen werden pro Jahr registriert. Die beiden Betreiber gehen in diesem Jahr in ihre elfte Campingsaison und  leben auch selbst auf dem Platz. Zurzeit sind sie mit dem Aufbau, Rasenmähen und Großreinemachen beschäftigt.  Ostern soll dann wirklich alles fix und fertig sein  – und etwas später im Sommer dann auch eine Season-Opening-Party gefeiert werden.

In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen. So wurden für rund 30.000 Euro die Sanitäranlagen modernisiert. Außerdem wurden zwei so genannte Komfortplätze angelegt. Das heißt: Die jeweils 120 Quadratmeter großen Plätze sind asphaltiert, habe eine höhere Absicherung für Elektrizität, einen direkten Zu- und Abwasserzugang sowie SatTV. „Und den direkten Blick auf den Rhein“, sagt Brix. Aufpreis: 9,50 Euro.  Es gibt zunächst zwei dieser „Luxus-Plätze“, wenn die Nachfrage aber anhält, sollen noch mehr gebaut werden. Denn Camping scheint im Trend zu liegen. Und: „Die Wohnmobile werden auch immer größer“, so Breitbach.

 „Costa del Langst“ heißt das neue Kaffee-Konzept der Campingplatz-Pächter.
„Costa del Langst“ heißt das neue Kaffee-Konzept der Campingplatz-Pächter. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Auch die  Strandbar Tropicana wird wieder geöffnet – jeden Tag außer montags von 13 bis 20 Uhr. Sie war im letzten heißen Sommer gut frequentiert. Die beiden Betreiber haben aus Spanien sich auch ein besonderes Kaffee-Konzept mit an den Rhein gebracht. Motto: „Costa del Langst.“ Ihnen ist wichtig, dass die Strandbar gegen 20 Uhr schließt. „Sonst finden unsere Bewohner,  vor allem die auf der Zeltwiese,  ja keine Ruhe.“

In ihrem Winterquartier haben die beiden mitbekommen, dass der Fähranleger in ihrer Nähe renoviert werden soll. „Das finden wir natürlich toll –  ebenso wie den Umbau und die Neueröffnung des Langster Fährhauses.“ Denn mit dem Hotel Vier Jahreszeiten würden sie wirklich gut zusammenarbeiten.

Weil auch Fahrrad-Camping-Urlaub boomt, planen die beiden außerdem, eine Elektroladesäule auf dem Platz zu installieren. Gespräche mit einem Anbieter gebe es schon. Und dann würden die zwei Pächter gerne noch einen neuen Platz für einen Wohnmobilhafen schaffen, um die Eingangssituation vor der  Rezeption etwas zu entzerren. Doch da laufen die Gespräche für eine weitere Fläche noch.