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Meerbusch: Rundfunk-Beitrag der Stadt steigt um 96 Prozent an

Meerbusch : Rundfunk-Beitrag der Stadt steigt um 96 Prozent an

Die Stadt Meerbusch zahlt in diesem Jahr fast doppelt so hohe Rundfunkbeiträge wie noch in 2012. Nach den Berechnungen der Stadt muss die Verwaltung in diesem Jahr 12 500 Euro Beiträge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bezahlen, im Jahr 2012 lagen die GEZ-Gebühren noch bei 6372 Euro.

Hintergrund ist die neue Berechnungsmethode der Rundfunkbeiträge. Anders als bisher wird nicht mehr nach einzelnen TV- und Radiogeräten abgerechnet, sondern nach der Anzahl der Betriebsstätten und den dort beschäftigten Mitarbeitern. Zu den Betriebsstätten zählen beispielsweise auch die Meerbuscher Schulen. Stadtsprecher Michael Gorgs: "Im Rathaus selbst haben wir zum Beispiel gar keinen Fernseher."

Andere Kommunen verzeichnen eine noch deutlichere Steigerung. In der Landeshauptstadt Düsseldorf beispielsweise kletterte der GEZ-Beitrag gegenüber 2012 um 600 Prozent. "Die nun bei den Städten und Gemeinden eingehenden Beitragsbescheide bestätigen die Befürchtung einer überproportionalen Belastung der kommunalen Haushalte", warnte der Deutsche Städtetag und fordert die Ministerpräsidenten zum Handeln auf. Die Beitragsberechnung müsse reformiert werden. Seit Jahresbeginn zahlt jeder für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, egal ob er hört oder nicht. Jeder Haushalt muss für ARD, ZDF und Deutschlandradio 17,98 Euro im Monat zahlen. Für viele Unternehmen wird es noch teurer: Entscheidend sind die Zahl der Mitarbeiter, der Betriebsstätten und der Fahrzeuge. Die Deutsche Bahn etwa geht von 3,5 Millionen Euro statt bislang einer Million Euro aus. Die Handwerkskammer stellt einen Rechner zur Verfügung, mit der Unternehmen ihren Rundfunkbeitrag ermitteln können.

(RP)