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Büderich/Shijonawate: Rückkehr aus Fernost

Büderich/Shijonawate : Rückkehr aus Fernost

Bürgermeister Dieter Spindler berichtet mit Angelika Mielke-Westerlage und Bettina Scholten begeistert und beeindruckt vom Aufenthalt in der japanischen Partnerstadt Shijonawate.

"Es war beeindruckend, begeisternd, aber auch anstrengend", berichtet Bürgermeister Dieter Spindler am Mittwoch von seine Eindrücken über die Reise in die japanische Partnerstadt Shijonawate. Im Dezember 2010 war eine Delegation um den dortigen Amtskollegen Natsuki Tanaka am Niederrhein zu Gast, um im Büdericher Rathaus die Partnerschaftsurkunde offiziell zu unterzeichnen.

Am vergangenen Donnerstag starteten Spindler, dessen Referentin Bettina Scholten und die Erste Beigeordnete Angelika Mielke-Westerlage zum Gegenbesuch vom Düsseldorfer Flughafen. Am Dienstagmittag trafen die drei Meerbuscher nach 18 Stunden Flug von Osaka über Dubai wieder in der Landeshauptstadt ein. Mit im Gepäck: Geschenke über Geschenke. Neben einem Koffer, der als Transportmittel für die Präsente aus Deutschland reichen musste, kamen die drei Abgesandten der Stadt mit vielen zusätzlichen Kisten voller Aufmerksamkeiten zurück.

Für die gesamte Dauer des Aufenthalts standen den Meerbuschern Dolmetscher zur Seite. An jeder Station waren Willkommensschilder in deutscher Sprache angebracht. Stets mussten sich die Gäste zum Gruppenfoto hinstellen und dabei streng auf die Rangordnung achten. Spindlers Vertreterin Mielke-Westerlage stand, saß oder kniete dabei immer links neben ihrem Verwaltungschef und Ratspräsidenten. Während das Führungsduo zum Beispiel bei der Teezeremonie eine reich geschmückte Tasse ausgehändigt bekam, musste sich die Referentin mit einem unifarbenen Exemplar begnügen. "Das ist dort alles sehr förmlich und unheimlich traditionsbewusst", schildert Spindler — und vor allem auch sehr neu für die Gäste vom Niederrhein.

"Wir haben unseren Gastgebern wirklich Löcher in den Bauch gefragt", erzählt Spindler echt angetan. Nur die Damen wunderten sich, dass gleich als Erstes ungeniert nach dem Alter gefragt wurde. Doch sie nahmen es mit Humor. Zu groß war der Respekt vor der perfekten Gastfreundschaft, der fehlerfreien Organisation, der Rundumbetreuung und der vielen liebenswerten Details während ihres umfangreichen Programms. Das Pflanzen eines Lindenbaums wurde feierlich und mit symbolischen Gesten zelebriert, und der 78-jährige Bürgermeister Tanaka, den ein Bandscheibenvorfall plagte, verließ dazu das Krankenhaus, um die besondere Bedeutung der Aktion zu unterstreichen. "Der Mann ist wirklich hart gegen sich selbst", berichtet Spindler anerkennend. Überhaupt genieße der Kollege in Shijonawate allergrößten Respekt bei den Bürgern. Der frühere Unternehmer übernahm das Amt in schwierigen Zeiten, verlangte Einsparungen überall und ging mit gutem Beispiel voran — er verzichtete auf 30 Prozent seines Gehalts.

(RP)