Das Wochenende: Richtig Tanzen lernen

Das Wochenende : Richtig Tanzen lernen

Der 23-jährige Cedrik Sprick hat an der Folkwang-Universität Tanzen studiert. Als Kind wollte er Tennis-Profi werden, heute lebt er fürs Tanzen und Modeln – Samstag gibt er einen Workshop in der Halle 9 in Osterath.

Der 23-jährige Cedrik Sprick hat an der Folkwang-Universität Tanzen studiert. Als Kind wollte er Tennis-Profi werden, heute lebt er fürs Tanzen und Modeln — Samstag gibt er einen Workshop in der Halle 9 in Osterath.

Als Cedrik Sprick sich in der sechsten Klasse von seiner gleichaltrigen Schulfreundin überreden ließ, mit zu einer Tanzstunde zu gehen, wusste er noch nicht, welche Tragweite diese Zustimmung für sein weiteres Leben haben sollte. Obwohl er zuerst die Einschränkung, er wolle nur zuschauen, gemacht hatte, war der heute 23-jährige Wahl-Krefelder danach so begeistert, dass er seinen Traum vom Dasein als Tennisprofi beerdigte und stattdessen eine Laufbahn als Tänzer anstrebte.

Ein gutes Jahr lang hat er für sich alleine vor dem Spiegel in der elterlichen Wohnung in Bocholt Gesten, Schritte und Rhythmen geübt. Inzwischen hat er's sogar amtlich: Nach dem Studium an der bekannten Folkwang-Universität der Künste in Essen erwarb er seinen Bachelor of Arts im Tanz. Von 350 Bewerbern zählte er nach dem Vortanzen zu den 20, die aufgenommen wurden. Aus den Kindheitsvisionen ist längst Realität geworden. Für Cedrik Sprick dreht sich die ganze Woche lang alles ums Modeln und Tanzen. Die Kombination aus beidem ist es, was den agilen Sportler für Kunden und Agenturen besonders interessant macht. Auftritte bei der Fashion Week in Berlin und bei der Verleihung des Musikpreises Comet zählen zu den Höhepunkten der noch jungen Karriere. Professionelle Fotoshootings für Modekataloge von Kik und Takko machten Spaß und würden gut honoriert, berichtet der aufgeschlossene Krefelder. Für dieses Jahr hat Cedrik Sprick ganz klare Ziele im Visier — profane und anspruchsvolle. "Zunächst einmal wünsche ich mir, dass ich auch weiterhin von meiner Passion leben kann", sagt der Freiberufler ganz rational. Viel Energie möchte er aber auch darauf verwenden, in die Company von Marvin A. Smith aufgenommen zu werden.

Der Choreograph und Tänzer hat unter anderem die Videos von Michael Jackson, Pink und Madonna mit verantwortet und sich in der Ersten Liga einen fast schon legendären Ruf erworben. "Er kennt mich, und wir stehen im Kontakt. Ich hoffe, wir werden in diesem Jahr erstmals auch zusammenarbeiten", erzählt der Dozent und Lehrer an der Krefelder Tanzschule Mine-Sports an der Vereinsstraße. Obwohl er als Tänzer und Model auf Laufstegen, Bühnen und fürs Foto-Shooting gerne große Sprünge macht, steht er für seinen Beruf mit beiden Beinen fest auf der Erde. Wer in dem Job bis 40 oder sogar 50 eine gute Rolle spielen wolle, der müsse sehr bewusst auf seinen Körper, seine Fitness und die Ernährung achten, berichtet der 23-Jährige, der auch als Wertungsrichter für HipHop-Battles in Deutschland und dem Ausland unterwegs ist. Cedrik Sprick war vor zwei Jahren selbst Deutscher Meister im HipHop Streetdance und fühlt sich der Szene nach wie vor sehr nahe. Commercial Pop sei ein neuer Trend, sagt er.

Da lernen Jugendliche und junge Erwachsene so zu tanzen, wie es in vielen Musikvideos zu sehen ist. Am Samstag, 22. März, gibt er einen kostenlosen Workshop in Meerbusch. Ab 17.09 Uhr vermittelt er Jugendlichen in Halle 9 an der Insterburger Straße 16 in Osterath sein Wissen. Berlin und Köln seien in Deutschland die Metropolen fürs Tanzen, erklärt Cedrik Sprick, der mit CS Company ein eigenes Label pflegt, sich stark in die Domstadt orientiert und dort zum Beispiel in der RTLSerie "Alles, was zählt" Kostproben seines Könnens zeigen durfte. Der Label-Name stamme im Übrigen von seiner früheren Turniergruppe, mit der er an Wettbewerben teilgenommen hat.

(RP)
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