Meerbusch: Regionalplan kann für Konverter geändert werden

Meerbusch: Regionalplan kann für Konverter geändert werden

Die Bezirksregierung hat bestätigt, dass der Standort an Büderichs Stadtgrenze möglich wäre — mit Hürden

Nachdem Stromnetzbetreiber Amprion nun eine Vorprüfung für einen Konverterstandort auf Kaarster Stadtgebiet an der Stadtgrenze zu Büderich eingeleitet hat, scheint ein Problem des weit von Wohnbebauung entfernten Standortes lösbar. Der überwiegende Teil des 18 Hektar großen Geländes nördlich der Badendonker Straße ist laut Regionalplan "als Bereich zur Sicherung und Abbau oberflächennaher Bodenschätze" dargestellt. "Daher würden die Ziele der Firma Amprion nicht den Zielen der Raumordnung und Landesplanung entsprechen", erklärte eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf auf Anfrage. Allerdings bestehe die Möglichkeit eines Raumplanänderungsverfahrens. "Dies kommt allerdings erst dann in Betracht, wenn kein mit den Zielen der Raumordnung raumverträglicher anderer möglicher Standort für den Stromkonverter gefunden werden kann", so die Sprecherin.

Ursprünglich 19 mögliche Standortbereiche hatte Amprion vor gut vier Wochen präsentiert. Bei der Präsentation vor den Vertretern der Kommunen und des Kreises stellte die Kreisverwaltung die Frage, warum Amprion das Areal im Dreieck zwischen A57, Bahnlinie und Badendonker Straße nicht näher untersucht habe - Amprion nahm daraufhin eine Vorprüfung auf. Vertreter des Netzbetreibers führten auch ein Gespräch im Kaarster Rathaus. Der Stadtrat hatte sich gegen Kaarst als Konverterstandort ausgesprochen. "Der Termin war planmäßig, Amprion spricht derzeit mit allen beteiligten Kommunen", betonte Kaarsts Bürgermeister Franz-Josef Moormann (CDU). Grundsätzlich, so der Verwaltungschef, sei es dabei noch einmal um einen Standpunktaustausch gegangen.

(juha/mrö)
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