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Meerbusch: Rathaus wird trotz geplanter Sanierung gestürmt

Meerbusch : Rathaus wird trotz geplanter Sanierung gestürmt

Am 8. Februar haben die Jecken im Rathaus das Sagen.

Der Meerbuscher Rathausbelegschaft steht ein Umzug bevor - in diesem Jahr soll das Gebäude an der Dorfstraße in Büderich kernsaniert werden, für gut ein Jahr wird es währenddessen der Stadtverwaltung nicht zur Verfügung stehen. Wann die Arbeiten beginnen, ist noch unklar. "Der Auftrag ist noch nicht vergeben", sagte Stadtsprecher Michael Gorgs gestern.

Fest steht jedoch, dass der alljährliche Rathaussturm in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden kann. Das Gerücht, dieser müsse aufgrund der Sanierungen ausfallen, hatte sich hartnäckig gehalten. Im Rathaus laufen jedoch bereits die Vorbereitungen für den großen "Sturm" an Altweiber.

Am Donnerstag, 8. Februar, wird es ab 10.45 Uhr auf der Dorfstraße "jecke Tön'" und Schunkelrunden fürs Volk geben. Diesmal steht das traditionelle Ereignis unter dem Motto "Wir tauchen ab - Rheinische Unterwasserwelten". In Anlehnung an das neue Meerbad, das zum Abtauchen einlädt, und eben den anstehenden Auszug der Rathausbelegschaft.

Der Osterather Bühnenbildner Günther Margielsky gestaltet die entsprechende "Unterwasser"-Dekoration am Rathaus. Die Polizei wird die Dorfstraße für die jecken Feierlichkeiten etwa eine halbe Stunde lang sperren.

Gegen 11 Uhr wird dann Florian Neuhausen, seines Zeichens Prinz der "Freien Herrlichkeit Nierst", den Rathausschlüssel einfordern - zunächst wie immer vergeblich. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage erlebt diese jecke Herausforderung in diesem Jahr zum vierten Mal und will so lange wie möglich standhalten.

(RP)