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Meerbusch: Rätselraten nach tödlichem Unfall

Meerbusch : Rätselraten nach tödlichem Unfall

Der tödliche Autounfall eines 84-Jährigen am Freitag in Bösinghoven gibt weiter Rätsel auf. Der Senior war mit seinem Opel Corsa gegen 17.30 Uhr aus Richtung Strümp kommend frontal gegen ein Trafohaus (An der Autobahn/Bösinghovener Straße) gefahren. Er starb im Krankenhaus. Zur Unfallursache konnte die Polizei gestern noch nichts Neues sagen.

Der Bürgerverein Bösinghoven fordert seit langem, die Ortseinfahrt zu entschärfen. Doch die schwierige Situation an der Einmündung habe mit dem aktuellen Unfall offenbar nichts zu tun, meint Bürgervereins-Vorsitzender Hubert Kräling.

Die Landstraße macht an der Stelle eine leichte Linkskurve. Das Unfallopfer fuhr jedoch geradeaus weiter. 70 Stundenkilometer sind an der Stelle erlaubt. Die weitere Untersuchung muss zeigen, ob eventuell gesundheitliche Beeinträchtigungen dazu führten, dass der Wagen von der Straße abkam. Beim Aufprall lösten die Airbags des Opel aus, der Senior wurde im Wrack eingeklemmt, war aber noch ansprechbar. Bürger leisteten erste Hilfe. Die Feuerwehr setzte 50 Kräfte von Löschzügen aus Bösinghoven, Lank-Latum und Osterath ein und konnte das Opfer schnell befreien.

Es war der zweite tödliche Verkehrsunfall des Jahres in Meerbusch. Bei einem Alleinunfall in Büderich im Januar mit einem Toten geht die Polizei allerdings von einem Suizid aus.

In Bösinghoven besteht das Problem, dass auf der langgezogenen Landstraße nach Beobachtung vieler Bürger gerast wird. Wer links nach Bösinghoven abbiegen will, muss genau hinschauen, ob sich nicht plötzlich ein Auto mit hohem Tempo nähert.

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Beim Bürgerverein wünscht man sich seit langem eine Mittelinsel, die herankommenden Fahrern signalisieren würde, dass es dort eine Abbiegespur gibt. Den Unfall von Freitag hätte dies allerdings auch nicht verhindert. Offenbar haben die Bemühungen des Bürgervereins mittlerweile immerhin dazu geführt, dass auf dem Straßenabschnitt öfter geblitzt wird.

(RP)