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Radtour in Meerbusch: Eine Fahrt entlang Rhein und Seen

Radfahren in Meerbusch : Eine Radtour am Wasser

Die Stadt Meerbusch hat eine Broschüre mit Vorschlägen für Radtouren durch das Stadtgebiet herausgegeben. Wir sind einige Routen nachgefahren. Heute: die Familien-Freizeit-Tour Nord.

Eine Radtour zu unternehmen, ist besonders im Sommer eine feine Sache. Man ist an der Luft, bewegt sich und kann an der Strecke einiges entdecken. Gerade am Niederrhein, wo die Landschaft eben ist, können auch Ungeübte und Kinder gut unterwegs sein. Die Stadt Meerbusch hat zehn Fahrrad-Routen rund um Meerbusch entwickelt und in der Broschüre „Fahr mit durch Meerbusch“ veröffentlicht. Wir sind die Familien-Freizeit-Tour Nord gefahren.

Streckenführung Diese Radroute bewegt sich auf einer Acht durch die nördlichen Stadtteile, wobei sich der Schnittpunkt in Lank-Latum befindet. Im Westen führt sie am Latumer See vorbei und geht durch den Herrenbusch und Ossum. Östlich von Lank geht sie durch die Ilvericher Altrheinschlinge nach Langst-Kierst mit dem Fähranleger und nach Nierst mit der Nierster Spey. Die Tour ist 22,5 Kilometer lang und führt meist über asphaltierte Wirtschaftswege oder Nebenstraßen. Im Herrenbusch werden Waldwege genutzt. Wem die Strecke zu lang ist, der kann auch nur den westlichen oder östlichen Teil befahren.

Sehenswürdigkeiten An der Strecke liegen einige bekannte Bauwerke, aber auch Unbekannteres. Zunächst diejenigen, die die Silhouette von Lank prägen: der Wasserturm, die Teloy-Mühle und die Kirche St. Stephanus. Erst auf den zweiten Blick sehen die Radfahrer die  markierten Grundrisse der Vorgängerkirchen. Weitere Kirchen an der Strecke sind St. Martinus in Langst-Kierst, die Kapelle St. Pankratius Ossum und St. Cyriakus in Nierst. Dort kann man sich gleich gegenüber an der Figur des Pajas erfreuen, der die Narren zur fünften Jahreszeit einlädt. Im nördlichsten Dorf Meerbuschs sind auch zwei alte Gehöfte interessant: der Seisthof und der Werthhof. Im Zentrum von Lank sind zudem das Mahnmal für die ermordeten Juden und eine Plastik des Meerbuscher Künstlers Will Brüll sehenswert.

Die Route bewegt sich auf einer Acht durch die nördlichen Stadtteile. Foto: GRAFIK: MAPCREATOR, OSM, PODTSCHASKE

Landschaft Die Radfahrer können sowohl Waldgebiete wie den Herrenbusch, Felder und Wiesen, Meerbuschs größtes Naturschutzgebiet, die Ilvericher Althrheinschlinge, sowie die Rheinfront genießen. Ganz im Norden befindet sich die Nierster Spey, ein Auskiesungsgebiet, das renaturiert wurde und heute unter Naturschutz steht. Dort kann man zum Rhein vorfahren und am sandigen Ufer den Schiffen nachschauen. Auch im Herrenbusch heißt es genau hinschauen. „Der Mann im Baum“ blickt aus einem Baumstamm auf die Radfahrer. Noch mehr Kunst gibt es demnächst am Latumer See , wo ein Kunstpfad entstehen soll.

Einkehrmöglichkeiten Diese sind reichlich vorhanden. Zunächst auf dem Lanker Marktplatz, wo es neben Café und Eisdiele mehrere Restaurants mit Außengastronomie gibt. Um die Ecke gibt es zudem das historische „La Pähd“. An der Rheinstraße warten drei weitere Restaurants auf Gäste. Am Rhein können die Radfahrer auf der Terrasse des Rheinhotels Vier Jahreszeiten einkehren. Die historische Gaststätte nebenan (früher: „Hasenberta“) wird derzeit noch saniert und umgebaut.

Kinderspaß Für Kinder sollte man einige Stopps einplanen. Etwa am Fähranleger, wo man sowohl die Fähre wie auch viele vorbeifahrende Schiffe beobachten oder Steine ins Wasser werfen kann. Ähnliches ist an der Nierster Spey möglich, wo es besonders schönen Sand und genügend Platz für ein ausgedehntes Picknick gibt. In Lank erfreuen sich die Kids gerne am Marktbrunnen, der so herrlich zum Plätschern einlädt. Immer ein Ziel: die Eisdiele gleich nebenan mit vielen leckeren Sorten. Auch ein Spielplatz liegt an der Route: An der Kemperallee können die Kids nach Herzenslust toben.