Radtour in Meerbusch: An Feldern entlang nach Willich radeln

Serie Sommerradtour in Meerbusch (2) : An Feldern entlang nach Willich radeln

Es sind immer noch sommerliche Temperaturen: Dieses Mal führt die RP-Radtour nach Westen.

Die zweite Tour führt die Fahrradfahrer in den Willicher Raum, quer durch eine landwirtschaftlich geprägte Region. Startpunkt ist der Kirchplatz in Osterath.

Von dort aus kommend biegen wir links in den Bommershöfer Weg ein, dem wir über die Westumgehung hinaus folgen. Wir passieren den ersten ländlichen Hofbereich: die Bommershöfe. Radeln wir weiter nach Westen, kommen wir zu den Fellerhöfen, die sehr idyllisch und ziemlich verschlafen inmitten der Felder liegen. Hier haben die Malteser Willich und die Tafel Willich ihren Sitz. Das Gebiet wird von dem alten denkmalgeschützten Wasserturm Fellerhöfe überragt. In „Bingers kleiner Scheune“ kann sogar übernachtet werden.

Einige Cafés und Gaststätten laden zum Verweilen ein. Foto: Angelika Kirchholtes

An der Straße Alperheide halten wir uns rechts und biegen noch vor der A44 links ab. Jetzt geht es durch die Hoxhöfe, ein weiteres kleines Siedlungsgebiet „ab vom Schuss“. Die Straße schlängelt sich durch die Landschaft, kleinere und größere Bauerngehöfte liegen am Wegesrand. Wenn man nicht den Lärm der Autobahn hören würde, könnte man fast glauben, dass die Zeit stehen geblieben wäre.

Ein Halt auf der  Strecke ist der neu gestaltete Marktplatz in Willich. Foto: Angelika Kirchholtes

Wir queren die Krefelder Straße Richtung Willich und radeln weiter geradeaus den Heideweg entlang. In Höhe einer Obstplantage vom Obsthof Mertens geht es nach links und nach wenigen Metern wieder rechts. Wir erreichen die Votzhöfe mit dem gleichnamigen Weg, dem wir bis zur Aachener Straße folgen, nachdem wir die A44 unterquert haben. Jenseits befinden sich die Holterhöfe. In einem Vierkanthof liegt das Restaurant „In Vino Veritas“ mit einem idyllischen Innenhof. Kaffee und Kuchen, ein leichter Rosé und lecker angerichtete Speisen werden dort kredenzt. Außerdem kann man Delikatessen einkaufen. Ein Blumen- und ein Schmuckgeschäft ergänzen das Ambiente. Im Herbst lädt der Hof zum Bratapfelfest, bei dem Kunstgewerbe und Selbstgemachtes wie Marmeladen, Weine, Öle oder Kinderkleidung angeboten werden.

Unterwegs begegnen einem auf den Feldern viele Tiere. Foto: Angelika Kirchholtes

Wer es gerne etwas rustikaler mag, kann im nebenan gelegenen Hof „Kuchen wie bei Muttern“ essen. Die Größe der Stücke ist bemerkenswert. Frisch gestärkt geht es ein kleines Stück des Weges zurück, ehe man sich hinter der A44-Unterführung rechts hält. Am Mönningsbusch immer geradeaus streift man das Gewerbegebiet Münchheide IV. An der Kempener Straße geht es nach links, bis wir rechts zu einer alten Bahntrasse, dem „Alleenradweg“, kommen, die extra für Radfahrer ausgebaut wurde.

Rechts sehen wir das Gebiet des ehemaligen Stahlwerks Becker, auf dem sich schön restaurierte und neue Gebäude gut ergänzen. Wir biegen links in die Straße „An Liffersmühle“ ein. Über die Mühlen- und die Bahnstraße kommen wir zum Marktplatz von Willich, der gerade neu als Fußgängerzone gepflastert wurde.

Ein Wasserspiel, das Fontänen aus dem Boden in die Luft schickt, erfreut besonders die Kinder. Eine Eisdiele, ein Bistro und ein Bäcker laden zur Einkehr ein. Über die Brauereistraße geht es wieder Richtung Heimat, nach Osterath. Die Wirtschaftswege Moosheide und An der Buschmitt erlauben ein entspanntes Radeln abseits des Verkehrs. So manches Mal kann man sogar am Wegesrand Gemüse, Marmeladen oder Walnüsse kaufen.

Schließlich kommen wir an der Kaarster Straße an, die uns zurück ins Zentrum von Osterath führt. Auch hier gibt es natürlich viele Möglichkeiten, sich zu stärken.

Die Streckenlänge der vorgestellten Rundtour um Willich beträgt rund 21,5 Kilometer.

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