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Meerbusch: Prozess gegen mutmaßlichen Meerbuscher Juwelenräuber

Meerbusch : Prozess gegen mutmaßlichen Meerbuscher Juwelenräuber

Ein 30-jähriger Meerbuscher muss sich ab 8. Oktober vor dem Landgericht Düsseldorf wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, Mitte Mai ein Juweliergeschäft in Lank-Latum überfallen zu haben.

Bei dem Überfall war eine 61-jährige Verkäuferin so schwer verletzt worden, dass sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Täter hatte sie mehrfach mit einem Elektroschockgerät angegriffen. Trotz der Attacken lief die Verkäuferin auf den Räuber zu, der daraufhin seinen Tatplan aufgab und aus dem Geschäft flüchtete.

In der Zwischenzeit hatten benachbarte Geschäftsleute an der Hauptstraße registriert, dass in dem Juwelierladen etwas nicht stimmen konnte. Während sich Mitarbeiter der Reinigung um die verletzte Verkäuferin kümmerten, notierten Mitarbeiter des benachbarten Restaurants die Kölner Kennzeichen des Fluchtautos - einem grünen VW Bora. Nach der Flucht hatte die zwischenzeitlich informierte Polizei eine großräumige Fahndung mit den zur Verfügung stehenden Anhaltspunkten ausgelöst. Dabei wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Rund eine Dreiviertelstunde nach dem Raubüberfall konnte eine Düsseldorfer Streifenwagenbesatzung den gesuchten Wagen auf der Kniebrücke anhalten.

Für den Prozess gegen den Meerbuscher sind zwei Prozesstage eingeplant. Prozessauftakt ist am 8. Oktober um 9.30 Uhr. Ein Urteil wird voraussichtlich am 27. Oktober gesprochen. Die Verhandlungen sind öffentlich.

(mrö)