Meerbusch: Protest: Menschenkette gegen Konverter

Meerbusch: Protest: Menschenkette gegen Konverter

Für den 2. März plant die "Initiative gegen den Doppelkonverter" ihre bislang größte Veranstaltung.

Rund 800 Meerbuscher strömten im Oktober zur Podiumsdiskussion über den geplanten Doppelkonverter Osterath in die Realschule. Mehr als 9000 versammelten sich im Dezember auf dem Kirchplatz. Im März soll es die bis dato größte Protestveranstaltung gegen das geplante Großprojekt geben: "Am 2. März um 15 Uhr rufen wir alle Osterather auf, gemeinsam zu zeigen, dass wir unsere Stadt im Grünen schützen möchten", sagt Astrid Linn, Mitgründerin der Initiative.

Die Kette soll sich am Feld am Ingerweg aufstellen; diesen Standort hatte Netzbetreiber Amprion lange Zeit als alternativlos für den Bau einer Konverteranlage auf 100 000 Grundfläche und mit bis zu 20 Meter hohen Hallen genannt. "Die Strecke ist rund 1200 Meter lang — wir brauchen Mann und Maus, hoffen auf die Unterstützung von Vereinen", sagt Karsten Weigmann, Mitgründer der Initiative. 1000 Leute sollen zusammenkommen. Linn und er haben bereits recherchiert: "An dem Datum spielen weder Fortuna Düsseldorf noch Borussia Mönchengladbach."

Ihnen gehe es mit der Menschenkette darum, den menschlichen Faktor in den Vordergrund zu stellen. "Das vergangene Verfahren hat uns knietief ins Kleingedruckte gezwungen", sagt Linn. "Jetzt wollen wir symbolisch zeigen, um was es eigentlich geht: Wir wollen dieses Mammut-Projekt nicht vor unserer Haustür haben. Unsere Belastungsgrenze in Osterath ist mit dem bestehenden Umspannwerk, der Autobahn, dem Schienenverkehr und der Einflugschneise des Flughafens erreicht."

(mrö)
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