Kultur in Meerbusch Kunst, Literatur und Musik im Küsterhaus

Meerbusch · Die künstlerische Leiterin Isabelle von Rundstedt hat ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Es gibt Kunst, Texte und Musik, aber es geht auch um den Austausch von Meinungen. An die Jugend ist ebenfalls gedacht.

 Isabelle von Rundstedt hat für die kommenden Wochen ein vielfältiges kulturelles Programm zusammengestellt.

Isabelle von Rundstedt hat für die kommenden Wochen ein vielfältiges kulturelles Programm zusammengestellt.

Foto: Emil Zander

Wer kulturelle Vielfalt zu schätzen weiß, sollte sich das aktuelle Halbjahresprogramm im Alten Küsterhaus in Büderich ansehen. In dem schönen Backsteinbau als „Institution für Kunst, Kultur und Begegnungen“ werden unterschiedliche Kunst-Domänen abgedeckt sowie Ideen und Meinungen ausgetauscht. Isabelle von Rundstedt, die als Kunsthistorikerin ehrenamtlich die künstlerische Leitung übernommen hat, sagt: „Mit diesem abwechslungsreichen Programm möchte ich allen die Wartezeit auf den Frühling verkürzen.“

Gestartet wird aktuell mit der Ausstellung „Wann habe ich angefangen mich zu wundern“ und den Arbeiten von Dominik Sartor (bis 12. März, sonntags,11 bis 15 Uhr, oder nach Voranmeldung auch an anderen Tagen). Sartor zeigt fantastische Tiere und Landschaften und erweitert seine Kunst mit den Mitteln der künstlichen Intelligenz und der erweiterten Realität.

Mit einer Lesung im Rahmen des Salonfestivals im Alten Küsterhaus geht es am kommenden Sonntag, 5. Februar, 12 Uhr, weiter im kulturellen Programm. John Düffel, Philosoph, Dramaturg und Professor für Szenisches Schreiben, liest aus seinem neuen Buch „Das Wenige und das Wesentliche“. Im Anschluss folgt ein allgemeines Gespräch zwischen Autor und Publikum zum Thema „Wie lebe ich richtig?“. Anmeldung und Tickets gibt es bereits jetzt unter dem Link unten.

Um das Gedenkkonzert zum „The ‚Night‘ Holocaust Projekt“ geht es am 9. Februar, 19 Uhr. Die Meerbuscher Musikerin und Musikpädagogin Ingrid Kuntze berichtet über das vom Verein für Völkerverständigung und Toleranz initiierte Konzert, das im Januar 2020 stattfand. „Im ersten Jahr nach der Aktion ‚1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland‘ ist das ein guter neuer Ansatz, die Erinnerung aufrecht zu erhalten“, findet Isabelle von Rundstedt.

Das von ihr zusammengestellte Kulturprogramm geht am 3. März, 19 Uhr, mit Lesung und Musik weiter. Inga Bachmann, in Heidelberg lebende und in Meerbusch aufgewachsene Dichterin und Musikerin, liest aus ihrem neuen Gedichtband, der unter dem Titel „Zwischen Räumen“ erschienen ist. Illustrationen von Nancy Hespeler greifen Fragen auf und öffnen eine neue Dimension zur Betrachtung. Inga Bachmann, die auch Liedermacherin ist, ergänzt die Lesung musikalisch mit wunderbar humorvollen Liedern. Der Eintritt wird 15 Euro kosten.

Mit einem philosophischen, vom Meerbuscher Kulturkreis initiierten Abend und Peter Leitzen wird das Programm am 8. März, 19 Uhr, unter dem Titel „Soll die Wissenschaft der Politik den Weg weisen?“ fortgesetzt. Nach der Erörterung des Themas sind Fragen, Einwände und Beiträge aus dem Publikum ausdrücklich erwünscht, damit sich eine lebhafte Diskussion entwickeln kann. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 11. Februar, telefonisch unter der Rufnummer 02159 50543 bei Christa Ahrens-Wilke.

Aber auch an den Nachwuchs wurde bei der Zusammenstellung des neuen Programms des Alten Küsterhauses gedacht. Die Düsseldorfer Künstlerin Christina Puth lädt am Sonntag, 12. März, von 11 bis 13 Uhr, zum beliebten Kinderatelier ein. Die kleinen Künstlerinnen und Künstler sollen sich von Dominik Sartors fantasievollen Bildern und wunderbar schrägen Kreaturen inspirieren und seine Gestalten in eigenen Geschichten lebendig werden lassen, hier kostet der Eintritt zehn Euro.

Infos und Kontakt Alle Veranstaltungen finden im Alten Küsterhaus, Düsseldorfer Straße 6, statt. Infos zum Programm gibt es unter www.galerie-im-alten-kuesterhaus.de oder per Mail an kuesterhaus-meerbusch@web.de. Link zur Lesung mit John Düffel: www.salonfestival.de