Meerbusch: Premiere für Unternehmer-Cup

Meerbusch : Premiere für Unternehmer-Cup

Böhler-Boss Frank Dehorn bringt ein Fußballturnier für Firmenmannschaften zur Förderung von Kinder- und Jugendprojekten auf den Weg. Die Stadt und der FC Büderich sind mit im Boot.

Büderich Im Trainingsanzug macht Frank Dehorn eine genau so gute Figur wie im feinen Zwirn als Geschäftsführer der Böhler-Uddeholm Deutschland GmbH in Büderich. Und den Sportdress trägt er fast so häufig wie den dunklen Anzug. Der 40-jährige Familienvater tummelt sich in seiner Freizeit als Aktiver und als Jugendtrainer in Turnhallen und auf Sportplätzen. Beim FC Büderich kümmert sich Dehorn um die C3-Junioren-Fußballmannschaft. Das sind 25 kickende Kinder im Alter von 13 und 14 Jahren – darunter auch sein Sohn Philipp.

Nun will der Böhler-Boss Beruf und Hobby miteinander verbinden und sich mit seiner Idee gleichzeitig zum Standort Meerbusch als Firmensitz bekennen. "Ich sage zwar immer Meerbusch bei Düsseldorf, aber nur wegen der besseren Orientierung für meine Gesprächspartner", sagt er. Dehorn initiierte in Zusammenarbeit mit der städtischen Wirtschaftsförderung und dem FC Büderich ein Fußballturnier für heimische Unternehmen im Stadion am Eisenbrand. Offiziell heißt das für Samstag, 12. September, geplante lockere Kräftemessen "Meerbuscher Unternehmer-Cup für Kinder – kurz Mucki". Der Erlös der fortan jährlich stattfindenden Veranstaltung soll jeweils einem Projekt der Kinder- und Jugendförderung zugute kommen. Für die Premiere im Herbst suchen die Veranstalter Firmenmannschaften, die an dem Fußballturnier für den guten Zweck teilnehmen möchten.

Dehorn ist in seiner Jugendzeit beim VfR Neuss dem runden Leder hinterher gejagt. Heute verfolgt er das Geschehen entweder aus der Perspektive des Trainers oder aus der des Fans von Borussia Mönchengladbach. "In der Rückrunde haben wir mehr Punkte geholt, als in der ersten Hälfte der Spielzeit", berichtet er über die von ihm betreute C 3. Und auch bei seinem Sohn musste der Büdericher auf Stehvermögen setzen: Philipp war nämlich zuerst Anhänger des FC Bayern München. Doch durch einige Besuche im Borussia-Park "habe ich ihn bekehrt", berichtet Dehorn.

So ganz ohne sportliche Eigenaktivitäten mochte der Rechnungsexperte aus dem Stahlkonzern aber nicht sein. Vor fast zehn Jahren trat er in die Karate-Abteilung von TuRa Büderich ein, um einen körperlichen Ausgleich für seinen Schreibtischjob zu haben. Inzwischen hat er sich bis zum dritten Kyo hoch gekämpft. "Auch meine Frau Verena ist Trägerin des braunen Gürtels", erzählt Dehorn, der sich zusätzlich noch um die Bambini-Gruppe kümmert.

(RP)
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