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Meerbusch: Premiere: Ein Fahrplan mit Beleuchtung

Meerbusch : Premiere: Ein Fahrplan mit Beleuchtung

An der Bushaltestelle Johann-Wienands-Platz in Büderich hat der erste Rheinbahn-Fahrplan in Meerbusch eine eigene Beleuchtung bekommen. Der Lampen-Einbau gilt als Testlauf

In Meerbusch liegt abends und nachts einiges im Dunklen. Zum Beispiel viele Fahrpläne in den Bushaltestellen. Zwar sind die moderneren Wartehäuschen beleuchtet, jedoch nicht immer dort, wo der Fahrplan hängt. Das soll sich jetzt ändern. Seit kurzem ist der Plan an der Haltestelle Johann-Wienands-Platz beleuchtet. Auch die Haltestelle Am Wildpfad war im Gespräch gewesen. Angeregt hatte die Beleuchtung die SPD.

SPD-Fraktions-Chefin Ilse Niederdellmann: "Auf mich sind mehrere Leute zugekommen, die sich beklagten, dass sie die Pläne bei Dunkelheit nicht lesen könnten". "Fehlkonstruktion" lautet daher ihr Urteil über die Unterstände. "Die Frage ist auch, warum denn nur die Werbeplakate im Häuschen beleuchtet werden, nicht aber die Fahrpläne selbst, obwohl doch ein Stromanschluss vorhanden ist", fährt Niederdellmann fort. Es könne nicht sein, dass Fahrgäste auf ihr Handy angewiesen wären, um den Plan notdürftig zu beleuchten. "Auch die Stadt sieht das so. Es hieß allerdings, dass die Verwaltung nach einer Lösung suche, die auch Vandalismus standhalten kann", so die Politikerin. Bereits vor einem Jahr sei die Fraktion an die Verwaltung mit der Bitte herangetreten, die Pläne beleuchten zu lassen. "Wir machen das aus Bordmitteln, hieß es damals", erinnert sich Niederdellmann. Als jedoch nichts geschah, brachte die Fraktion einen Antrag ein, um Geld dafür im Haushalt einzustellen.

158 Haltestellen gibt es auf Meerbuscher Stadtgebiet. Davon gehören jedoch nicht alle Wartehäuschen der Stadt, auch die Rheinbahn besitzt einige der Unterstände. Die Beleuchtung am Johann-Wienands-Platz ist zunächst ein Testlauf.

"Schließlich muss ein Stromanschluss dort liegen, sonst wird es sehr teuer", sagt Wolfgang Trapp, Fachbereichsleiter Straßen und Kanäle. Außerdem strahle die beleuchtete Vitrine meistens zur Seite hin ausreichend aus.

Etwa 500 Euro kostet die Beleuchtung pro Haltestelle nach seiner Berechnung. "Das ist aber die günstigste Variante, wenn ein Anschluss vorhanden ist", so Trapp. Schwierig dürfte es auch bei solchen Fahrplänen werden, die nicht im Wartehäuschen, sondern unterhalb des Haltestellenschilds angebracht sind. Der Fraktion geht es allerdings in erster Linie um die blauen Wartehäuschen in Büderich.

Nach Einschätzung von Ekkehard Deußen, Abteilungsleiter Straßenbau und Betrieb bei der Stadt, kann es sich nur um fünf bis sechs Haltestellen handeln. "Die neuen Wartehäuschen sind ohnehin beleuchtet, zum Beispiel am Heidberg, am Deichweg und am Sperberweg", erläutert Deußen.

(RP/ila)