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Meerbusch: Preise für Bauland stabil

Meerbusch : Preise für Bauland stabil

Meerbusch bleibt ein teures Pflaster: Insbesondere der Mittelwert beim Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern stieg deutlich an. Skandinavier kauften Mietwohnungsobjekte.

Die Preise für Bauland in Meerbusch und dem gesamten Rhein-Kreis Neuss stagnieren. Laut Grundstücksmarktbericht 2006, für den vom Gutachterausschuss 2507 notarielle Kaufverträge ausgewertet worden sind, haben sich die so genannten Richtwerte in 55 von 66 Ortslagen nicht verändert. Ein geringer Anstieg um wenige Prozent sei lediglich in Lank-Latum, Ossum-Bösinghoven, Glehn, Lüttgenglehn, Raderbroich, Oekhoven und Hochneukirch zu verzeichnen. In Lank-Latum wurden im Durchschnitt 350 Euro statt 345 Euro pro Quadratmeter Bauland gezahlt. In Ossum-Bösinghoven waren es 260 statt 240 Euro.

Teures Meererbusch

„Meerbusch ist nach wie vor ein teures Pflaster“, berichtet Jürgen Brammer, Geschäftsführer des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, gestern im RP-Gespräch. Die höchsten Bodenpreise im Zuständigkeitsbereich würden mit 420 Euro pro Quadratmeter in Büderich erzielt, in Meererbusch seien es gar 470 Euro.

Einen deutlichen Preisanstieg registrierten die Immobilien-Experten beim Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern. 81,5 Millionen Euro wurden dabei umgesetzt, was einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 420 000 Euro ausmacht. Im Jahr zuvor war der Mittelwert bei fast konstanter Stückzahl (187 statt 194 Eigentümerwechsel) mit 380 000 Euro deutlich geringer.

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Auffällig war diesmal die gestiegene Zahl der verkauften Mehrfamilienhäuser. Für 25 Stück überwiegend in Büderich wechselten 21 Millionen Euro die Konten. „Die Käufer kamen zum Teil aus dem Ausland, aus Skandinavien“, informierte Brammer. Auch der Verkauf der Böhlersiedlung im Süden Büderichs floss zum Teil in die Erhebung mit ein.

776 Quadratmeter Durchschnittsgröße für unbebaute Grundstücke fällt aus dem Rahmen. Dabei bestimmt die Vermarktung des früheren Flick-Grundstücks in Meererbusch den Eindruck. Die Parzellierung der Milliardärs-Immobilie in Bauflächen von 1500 Quadratmetern und mehr verfälscht das Bild. 27 aus dem Flick-Land entstandene Grundstücke wurden laut Brammer aktenkundig. „Doch auch die Aktivitäten der Stadt Meerbusch im Strümper Busch scheinen ganz gut zu laufen“, kommentiert der Geschäftsführer die kommunalen Anstrengungen auf dem Immobilienmarkt. Insgesamt wechselten 110 Grundstücke für 33,5 Millionen Euro die Eigentümer.

Eigentumswohnungen

Über Eigentumswohnungen freuen sich 193 Käufer, die dafür 23,6 Millionen Euro aufbrachten.

(RP)