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Meerbusch: Poststraße: Radler haben künftig Vorrang

Meerbusch : Poststraße: Radler haben künftig Vorrang

Meerbusch wird fahrradfreundlicher. Noch in diesem Jahr werden einige Straßen für Radler ausgebaut. Ein Überblick.

Es tut sich etwas auf Meerbuschs Straßen. An vielen Stellen sind Neuerungen geplant, die die Stadt für Fahrradfahrer attraktiver machen sollen. Einige Maßnahmen des Radwegkonzepts stehen kurz vor der Umsetzung.

Poststraße Das nächste Projekt auf der Agenda ist die Poststraße in Büderich. Es fehlen nur noch die Schilder, dann wird die rechte Seite der Poststraße von der Düsseldorfer Straße aus kommend, die bisher nur von Anliegern genutzt werden durfte, den Radfahrern gehören.

Fahrradstraße, das heißt, Radfahrer können auf der Poststraße nebeneinander fahren und genießen überall Vorrang. Anlieger dürfen die Straße natürlich weiterhin befahren, allerdings nur in Richtung Dückersstraße und sie müssen sich den Radfahrern komplett unterordnen. "Das Fahrrad hat absolute Vorfahrt, es gilt maximal Tempo 30", erklärt Matthias Unzeitig, Fachbereichsleiter Straßen und Kanäle bei der Stadt. An allen Zufahrtsstraßen werden Vorfahrtsschilder angebracht. Auch Erklärungstafeln mit den wichtigsten Regeln einer Fahrradstraße stellt die Stadt auf. Etwa 700 Meter lang ist diese Strecke von der Düsseldorfer Straße bis zur Dückersstraße.

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Die Poststraße bietet sich baulich an, kann der Verkehr doch auf der anderen Seite des breiten Grünstreifens wie gewohnt fließen. Die Lage ist ebenfalls günstig, weil durch die neue Fahrradstraße viele Meerbuscher Schüler ihre Schulen per Rad sicher erreichen können. Aber auch für Berufstätige sei die Poststraße günstig, um per Rad zum Landsknecht zu gelangen, wo die Stadt vor Kurzem Fahrradboxen für Pendler aufgestellt hat, sagt Unzeitig.

Für die Zukunft vorgesehen ist auch eine Erweiterung der Fahrradstraße über die weiterführenden Straßen Dückersstraße und In der Meer. Für einen besseren Überweg für Radfahrer über die Düsseldorfer Straße will sich die Stadt noch etwas einfallen lassen. Dafür habe man sich aber bereits an das Land gewandt, erklärt Unzeitig. Die Poststraße wird die "erste richtige Fahrradstraße in Meerbusch", sagt der Technische Beigeordnete Michael Assenmacher. Die erste Fahrradstraße gibt es am Bahnhof in Osterath, doch die ist mit etwa 50 Metern so kurz, dass sie kaum nennenswert sei.

Böhlerradweg Insgesamt stehen der Verwaltung für das Vorantreiben des Radverkehrs in diesem Jahr 600.00 Euro Haushaltsmittel zur Verfügung. Der größte Teil davon fließt in den Böhlerradweg. Der Weg vom Landsknecht bis zum Eingang des Böhlerareals soll in Kürze asphaltiert werden. Bisher war der Weg dunkel, von vielen Sträuchern umgeben. "Besonders wichtig ist daher, dass wir die Strecke auch beleuchten", sagt Unzeitig. Auch die Sträucher kommen weg. Die Stadt will Angsträume vermeiden und den Weg sicherer machen. "Damit auch Frauen oder Jugendliche, die etwa aus Düsseldorf oder aus dem Kino zurückkommen, gerne den hellen Weg entlang fahren." Der direkte Weg nach Düsseldorf für Fahrradfahrer - er soll auch Berufstätige ermuntern, ohne Umwege mit dem Rad zur Arbeit in die Nachbarstadt zu fahren. Mit Düsseldorf ist die Meerbuscher Verwaltung im Gespräch. Es geht um eine Erweiterung des Radwegs auf Düsseldorfer Gebiet.

Der Böhlerradweg wird zu 70 Prozent vom Land gefördert. Die Stadt wartet noch auf ein Bodengutachten, dann könnte der Bau ab Juli oder August starten. "Wenn es losgeht, kann das schnell gehen", sagt Unzeitig. Ein, zwei Monate sollen die Baumaßnahmen voraussichtlich dauern. Auch eine Querspanne zur Grünstraße wird es geben. "Da ist jetzt ein Trampelpfad, der wird asphaltiert."

Gonellastraße Im Zentrum von Lank soll die Verkehrssituation auf der Gonellastraße eindeutiger werden. Die Straßenquerung mit Stopschild in der Nähe des Drogeriemarkts ist marode, es gibt keine klaren Verkehrsverhältnisse. Um den Verkehr sicher abwickeln zu können, plant die Stadt einen Zebrastreifen und einen Fahrradweg. Weiße Dreiecke auf der Fahrbahn und Beleuchtung sollen die Stelle hervorheben, auch die Aufpflasterung bleibt bestehen. "Damit der Autofahrer merkt, dass er an eine besondere Stelle kommt", sagt Unzeitig.

Stadtbahn An der K-Bahnlinie von der Haltestelle Bovert in Richtung Krefeld bis zur Haltestelle Hoterheide sind die Wirtschaftswege teilweise asphaltiert, allerdings gibt es Lücken. Die Verbindung soll durchgehend asphaltiert werden. "Dafür gibt es noch keine Zuschusszusage", sagt Unzeitig.

Kreisstraße 9n Parallel zur geplanten Kreisstraße 9n, die Strümp mit Bovert verbinden soll, soll im Bereich der Buschstraße bis zum Lehrerparkplatz des Meerbusch Gymnasiums bereits jetzt ein Radweg entstehen. Dieser soll noch in diesem Jahr gebaut werden.

Info Die Stadt informiert heute auf dem Parkfest in Osterath über die Pläne.

(tak)